Glossar
Begriffe rund um Börse, Rendite und Risiko – und alle Kennzahlen, die in den easyPortfolio-Tools vorkommen.
- Aktie #
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Anteil an einem Unternehmen. Aktionäre sind am Gewinn beteiligt, meist über Kurssteigerungen und Dividenden, und tragen das Risiko von Verlusten.
- Aktives Investieren (Stock Picking) #
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Einzelne Aktien oder Fonds gezielt auswählen, um besser abzuschneiden als der Markt. Nach Kosten gelingt das der Mehrheit auf Dauer nicht.
- Alpha (α) #
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Mehr- oder Minderrendite einer Anlage gegenüber ihrer Benchmark. Im engeren Sinn die Rendite, die sich nicht durch das Marktrisiko (Beta) erklären lässt. Positives Alpha heißt: besser als der Vergleichsmaßstab. In der Depot Performance: die Mehrrendite pro Jahr gegenüber einem weltweiten Aktien-ETF im gemeinsamen Zeitraum.
- Angsthasenprämie #
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Scherzhaft für die Risikoprämie von Aktien: den Mehrertrag, den bekommt, wer Schwankungen aushält, die ängstliche Anleger meiden.
- Anker-Effekt #
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Menschen orientieren sich an einer zuerst genannten Zahl, etwa dem eigenen Kaufkurs, auch wenn sie für die Entscheidung keine Rolle spielt.
- Anleihe (Bond) #
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Schuldverschreibung: Anleger leihen einem Staat oder Unternehmen Geld und erhalten dafür Zinsen und am Ende die Rückzahlung.
- Anteil ohne Schulden (EK-Quote) #
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Welcher Teil der Vermögenswerte nicht mit Schulden finanziert ist: Nettovermögen geteilt durch Vermögenswerte. Fachlich die Eigenkapitalquote des eigenen Vermögens; je höher, desto weniger hängt es an Krediten.
- Asset Allocation #
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Aufteilung des Vermögens auf Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Cash. Sie bestimmt Risiko und Rendite stärker als die Auswahl einzelner Titel.
- ATH (Allzeithoch) #
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All-Time High: der höchste Stand, den ein Kurs oder eine Depotlinie je erreicht hat. Der Abstand zum ATH zeigt, wie weit eine Anlage unter ihrem Hoch liegt.
- Ausgabeaufschlag #
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Einmalige Gebühr beim Kauf eines Fonds, vor allem bei aktiv verwalteten Fonds. Bei ETFs fällt sie nicht an.
- Beleihung der Immobilien (LTV) #
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Immobilienkredite im Verhältnis zum Wert der Immobilien, in Prozent. Fachbegriff Loan-to-Value (LTV). Ein Wert von 60 % heißt: Gut die Hälfte des Hauswerts ist noch finanziert.
- Benchmark #
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Vergleichsmaßstab für eine Anlage, in der Regel ein Index oder ein ETF darauf. Erst der Vergleich zeigt, ob eine Rendite gut war: 10 % sind wenig, wenn der passende Markt 15 % gebracht hat.
- Bestes Jahr #
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Die höchste Rendite eines vollständig abgeschlossenen Kalenderjahres innerhalb des gewählten Analyse-Zeitraums. Berechnet als Jahresendwert / Vorjahresendwert − 1 auf der gewählten Kursbasis. Das laufende Jahr und unvollständig abgedeckte Jahre zählen nicht mit. Fehlt ein vollständiges Kalenderjahr, bleibt die Kennzahl leer. Die Zahl beschreibt historische Ergebnisse, keine Prognose.
- Bestätigungsfehler (Confirmation Bias) #
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Neigung, Informationen zu suchen und zu glauben, die die eigene Meinung stützen, und Gegenteiliges auszublenden.
- Beta (β) #
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Zeigt, wie stark eine Anlage auf Bewegungen des Marktes reagiert. Beta 1 heißt: im Gleichschritt mit dem Markt. Über 1 schwankt sie stärker, unter 1 schwächer.
- BIP (Bruttoinlandsprodukt) #
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Wert aller Waren und Dienstleistungen, die ein Land in einem Zeitraum erzeugt. Ein Maß für die Wirtschaftsleistung.
- Buy-and-Hold #
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Wertpapiere kaufen und über viele Jahre halten, statt häufig zu handeln.
- Börsen-Dickschiff #
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Sehr großes, etabliertes Unternehmen (Blue Chip). Solche Aktien schwanken meist weniger, wachsen aber auch langsamer.
- Börsenwert (Marktkapitalisierung) #
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Börsenwert eines Unternehmens: Aktienkurs mal Anzahl der Aktien. Die meisten Indizes gewichten ihre Mitglieder danach.
- CAGR (durchschnittliche Jahresrendite) #
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Die Compound Annual Growth Rate ist die gleichmäßige jährliche Wachstumsrate vom Anfangs- zum Endwert: (Endwert / Anfangswert) hoch (1 / Jahre) − 1. Sie glättet die Schwankungen dazwischen. Im Analyse-Reiter gilt der gewählte Chart-Zeitraum und dessen Kursbasis; im Wertpapierkopf die Gesamtrendite in EUR seit dem ersten Kauf einschließlich Splits, Dividenden und Währung. Nachkäufe verändern diese Kopfkennzahl nicht. CAGR (TWR) bezeichnet die annualisierte Rendite der TWR-Linie; die persönliche Zahlungszeitpunkt-Wirkung misst dagegen XIRR.
- Calmar Ratio #
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Setzt die annualisierte Rendite ins Verhältnis zum Betrag des Maximum Drawdown. In der Depot Performance: CAGR der TWR-Linie geteilt durch den größten Rückgang im selben Zeitraum. Beispiel: 10 % Jahresrendite bei 20 % maximalem Rückgang ergeben 0,5. Bei positiver Rendite ist ein höherer Wert besser; Vergleiche brauchen denselben Zeitraum. Ohne Rückgang ist der Quotient nicht definiert: Die Analyse lässt ihn leer; die Depot-Performance zeigt vereinfachend 0.
- Cash (virtuell) #
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Rechengröße in den Tools: Verkäufe plus Dividenden minus Käufe seit Beginn. Sie zeigt, wie viel Geld per saldo ins Depot geflossen ist (negativ) oder herausgekommen ist (positiv). Es ist kein echter Kontostand.
- Core-Satellite-Strategie #
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Der größte Teil des Portfolios (Core) steckt passiv in breiten ETFs. Kleinere Positionen (Satelliten) setzen gezielte Schwerpunkte.
- Cost-Average-Effekt #
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Wer regelmäßig denselben Betrag anlegt, kauft bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen weniger. Das glättet den Einstandskurs. Eine höhere Rendite als bei einer Einmalanlage garantiert es nicht.
- Crash-Prophet #
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Jemand, der ständig den großen Absturz ankündigt. Irgendwann stimmt die Vorhersage – wer ihr immer gefolgt wäre, hätte trotzdem viel Rendite verpasst.
- Dead Cat Bounce #
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Kurze Erholung nach einem starken Kurssturz, auf die weitere Verluste folgen.
- Depot #
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Konto für Wertpapiere bei einer Bank oder einem Broker. In den Tools wird ein Depot angelegt; Käufe, Verkäufe und Dividenden werden als Buchungen eingetragen. Beliebig viele Depots lassen sich einzeln oder gemeinsam auswerten.
- Depotleiche #
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Position, die seit Jahren im Minus oder ohne Bewegung im Depot liegt und trotzdem nicht verkauft wird.
- Developed Markets (Industrieländer) #
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Entwickelte Märkte wie die USA, Westeuropa, Japan, Kanada und Australien.
- Diversifikation #
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Streuung des Vermögens auf viele Unternehmen, Länder, Branchen und Anlageklassen. Sie senkt das Risiko, dass ein einzelner Ausfall das ganze Depot trifft.
- Dividende #
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Teil des Gewinns, den ein Unternehmen an seine Aktionäre ausschüttet. Am Tag des Dividendenabschlags sinkt der Kurs in der Regel um etwa diesen Betrag.
- Dividendenrendite #
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Jährliche Dividende im Verhältnis zum aktuellen Kurs, in Prozent. Eine hohe Rendite kann auch von einem stark gefallenen Kurs kommen und ist allein kein Qualitätsmerkmal.
- Dividendenrendite auf Einstand (Yield on Cost) #
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Jährliche Dividende im Verhältnis zum eigenen Einstandswert statt zum heutigen Kurs. Sie steigt, wenn ein Unternehmen seine Dividende über die Jahre erhöht.
- Downside-Risiko #
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Risiko von Renditen unter einer festgelegten Zielrendite, etwa 0 %. Die Downside-Deviation misst die quadratischen Abweichungen unter dieser Schwelle über alle Beobachtungen; Renditen darüber tragen 0 bei. Sie ist der Nenner der üblichen Sortino Ratio und unterscheidet sich von der Standardabweichung ausschließlich negativer Renditen.
- Eigenkapitalquote #
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Anteil des Eigenkapitals am gesamten Kapital eines Unternehmens. Ein Maß für finanzielle Stabilität; was als solide gilt, hängt von der Branche ab.
- Einstandswert und Einstandskurs #
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Der Einstandswert ist der Betrag, der für eine Position bezahlt wurde. Der Einstandskurs ist der durchschnittliche Kaufpreis je Anteil. Beide sind die Basis für die GuV.
- Emerging Markets (Schwellenländer) #
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Länder auf dem Weg zur Industrienation, zum Beispiel China, Indien oder Brasilien. Höhere Wachstumschancen, aber auch stärkere Schwankungen und politische Risiken.
- ESG #
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Environmental, Social, Governance: Kriterien zu Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung, nach denen manche Fonds ihre Titel auswählen.
- ETC (Exchange Traded Commodity) #
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Börsengehandelte Schuldverschreibung auf einen Rohstoff, häufig Gold oder Silber. Rechtlich wie ein ETN kein Sondervermögen; viele ETCs sind mit dem Rohstoff physisch hinterlegt.
- ETF (Exchange Traded Fund) #
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Börsengehandelter Fonds. Die meisten ETFs bilden einen Index passiv nach und sind deshalb günstig und breit gestreut.
- ETN (Exchange Traded Note) #
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Börsengehandelte Schuldverschreibung, die die Wertentwicklung eines Basiswerts nachbildet, zum Beispiel einer Kryptowährung. Anders als ein ETF ist ein ETN kein Sondervermögen: Fällt der Emittent aus, kann das Geld verloren sein, sofern das Papier nicht besichert ist. Viele Krypto-ETNs sind mit dem Basiswert hinterlegt.
- ETP (Exchange Traded Product) #
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Oberbegriff für börsengehandelte Produkte, die einen Index, einen Rohstoff oder einen anderen Basiswert abbilden. Dazu gehören ETFs, ETCs und ETNs. Der Unterschied liegt in der rechtlichen Hülle: Ein ETF ist ein Fonds und damit Sondervermögen, ETCs und ETNs sind Schuldverschreibungen.
- Expected Shortfall (CVaR) #
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Durchschnittlicher Verlust im schlechtesten Teil der Verteilung: Bei 95 % betrachtet man die schlechtesten 5 % der Ergebnisse. Anders als Value at Risk beschreibt diese Kennzahl auch die Höhe der Verluste jenseits der Schwelle. Zeitraum, Konfidenzniveau und Berechnungsmethode müssen beim Vergleich übereinstimmen.
- Expertenportfolio #
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In den Tools hinterlegte Portfolios und Fonds bekannter Namen. Sie dienen als Vergleich für das eigene Depot, nicht als Empfehlung.
- FOMO (Fear Of Missing Out) #
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Angst, eine Gelegenheit zu verpassen. Sie treibt Anleger oft spät in bereits stark gestiegene Titel.
- Gefallener Engel (Fallen Angel) #
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Aktie oder Anleihe, die einmal hoch angesehen war und stark gefallen ist. Bei Anleihen: eine, die ihr gutes Rating verloren hat.
- Gewinn realisiert (GuV realisiert) #
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Gewinn oder Verlust aus bereits verkauften Anteilen: Verkaufserlös minus Einstandswert der verkauften Stücke. Anders als der Buchgewinn ist er endgültig. In den Tools zählen die erhaltenen Dividenden nach Steuern und Gebühren dazu.
- Haltedauer #
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Zeit, die eine Position schon im Depot liegt. In den Tools in Tagen, gewichtet über alle Käufe, zusammen mit der Rendite pro Jahr.
- Herdentrieb #
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Neigung, dem Verhalten der Mehrheit zu folgen: kaufen, wenn alle kaufen, verkaufen, wenn alle verkaufen.
- HHI (Konzentrationsmaß) #
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Der Herfindahl-Hirschman-Index misst, wie stark ein Depot auf wenige Positionen konzentriert ist: Die Anteile aller Positionen werden quadriert und addiert. Die Skala reicht von nahe 0 (sehr viele gleich große Positionen) bis 10.000 (eine einzige Position).
- Index #
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Rechengröße, die die Entwicklung eines Marktes abbildet, zum Beispiel DAX, S&P 500 oder MSCI World. In einen Index selbst kann man nicht investieren, wohl aber in einen ETF darauf.
- Indexierung (Start = 100) #
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Darstellung, bei der alle Kurven am selben Startwert beginnen, üblicherweise 100. So lassen sich Anlagen mit ganz unterschiedlichen Kursen vergleichen: Ein Stand von 180 bedeutet +80 % seit dem Start. Der Wert ist eine Indexzahl, kein Eurobetrag.
- Inflation #
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Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Geld verliert dadurch an Kaufkraft; eine Anlage muss mindestens die Inflation verdienen, um real nichts zu verlieren.
- Information Ratio #
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Durchschnittliche Mehrrendite gegenüber einer Benchmark geteilt durch den Tracking Error. Sie zeigt, wie viel zusätzliche Rendite je Einheit aktiven Risikos erzielt wurde. Zähler und Nenner müssen auf denselben Zeitraum bezogen sein; ohne Tracking Error ist der Quotient nicht definiert.
- Ins fallende Messer greifen #
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Eine stark fallende Aktie kaufen, in der Hoffnung, den Tiefpunkt zu erwischen. Oft fällt sie weiter.
- KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) #
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Aktienkurs im Verhältnis zum Buchwert je Aktie. Werte unter 1 gelten oft als günstig, können aber auch auf Probleme im Unternehmen hinweisen.
- KCV (Kurs-Cashflow-Verhältnis) #
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Aktienkurs im Verhältnis zum operativen Cashflow je Aktie. Der Cashflow lässt sich bilanziell schwerer gestalten als der Gewinn.
- KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) #
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Aktienkurs geteilt durch den Gewinn je Aktie. Es zeigt, das Wievielfache des Jahresgewinns Anleger bezahlen. Ein niedriges KGV ist nicht automatisch günstig, ein hohes nicht automatisch teuer.
- Klumpenrisiko #
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Risiko, das entsteht, wenn ein großer Teil des Vermögens in wenigen Positionen, einer Branche oder einem Land steckt. Das Gegenteil von Diversifikation.
- Konto #
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Bankkonto mit Anfangssaldo und Kontoumsätzen. Money Management zeigt Einnahmen, Ausgaben und Kontostände. Ein Lombardkonto wird in der Vermögensbilanz nach der bestehenden Kreditlogik berücksichtigt.
- Korrelation #
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Misst den linearen Zusammenhang zwischen den Renditen zweier Anlagen auf einer Skala von −1 bis +1. +1 bedeutet vollständig gleichgerichtete Bewegungen, −1 vollständig gegenläufige; 0 bedeutet keinen linearen Zusammenhang. Niedrige Korrelation kann die Diversifikation verbessern, sie kann sich aber gerade in Krisen ändern.
- Kryptowährung #
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Digitale Währung auf Basis einer Blockchain, zum Beispiel Bitcoin. Sehr hohe Schwankungen, keine laufenden Erträge.
- Kursgewinn offen (GuV unrealisiert) #
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Gewinn oder Verlust der Positionen, die noch im Depot liegen: aktueller Wert minus Einstandswert. Er steht nur auf dem Papier und ändert sich mit jedem Kurs.
- Leitzins #
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Zinssatz, den eine Zentralbank festlegt. Er beeinflusst Kredit- und Sparzinsen und damit auch die Bewertung von Aktien und Anleihen.
- Limit Order #
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Auftrag, der nur zum festgelegten Preis oder besser ausgeführt wird. Schützt vor einem schlechten Kurs, wird aber eventuell gar nicht ausgeführt.
- Lombardkredit #
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Kredit, der mit dem Depot besichert ist. Er vergrößert Gewinne und Verluste; fallen die Kurse stark, kann die Bank Positionen zwangsweise verkaufen. In den Tools lassen sich die Lombardzinsen erfassen.
- Market Order #
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Auftrag, der sofort zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt wird. Schnell, aber ohne Preisgarantie.
- Markteffizienzhypothese #
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Theorie, nach der Kurse alle verfügbaren Informationen bereits enthalten. Folge: Den Markt systematisch zu schlagen ist kaum möglich.
- Maximum Drawdown #
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Größter Rückgang von einem Hochpunkt bis zum folgenden Tiefpunkt innerhalb eines Zeitraums, in Prozent. Er zeigt, was Anleger im schlechtesten Fall hätten aushalten müssen.
- MSCI Emerging Markets #
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Index mit Aktien aus Schwellenländern wie China, Indien, Taiwan und Brasilien.
- MSCI World #
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Index mit großen und mittelgroßen Unternehmen aus 23 Industrieländern, mehr als 1.300 Titel. Schwellenländer sind nicht enthalten; die USA haben das größte Gewicht.
- Musterportfolio #
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Fiktives Portfolio mit selbst gewählten Wertpapieren und Zielgewichten, ohne echte Buchungen. Damit lässt sich eine Idee historisch prüfen, bevor echtes Geld fließt.
- MWR (geldgewichtete Rendite, XIRR) #
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Die geldgewichtete Rendite (Money-Weighted Return) ist der interne Zinsfuß aller Ein- und Auszahlungen. Zeitpunkt und Höhe der Zahlungen fließen ein: Wer kurz vor einem Anstieg viel nachkauft, hat eine höhere MWR als TWR. Sie beantwortet die Frage, wie gut das eigene Geld tatsächlich gearbeitet hat. In den Tools wird sie als XIRR pro Jahr ausgewiesen.
- Nettovermögen #
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Alle Vermögenswerte (Depots, Konten, Immobilien) minus alle Schulden. In den Tools im Bereich „Vermögen“ als Verlauf über die Zeit.
- Owner #
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Person, der ein Depot oder Konto gehört. Damit lassen sich in den Tools etwa die Depots mehrerer Familienmitglieder getrennt und gemeinsam auswerten.
- Passives Investieren #
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Einen Index nachbilden statt einzelne Titel auszuwählen, meist mit ETFs. Ziel ist die Marktrendite bei niedrigen Kosten.
- Performance #
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Wertentwicklung einer Anlage über einen Zeitraum, meist in Prozent. Bei Aktien und Fonds zählen dazu Kursveränderung und Ausschüttungen.
- Permabulle #
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Anleger oder Analyst, der unter allen Umständen steigende Kurse erwartet. Das Gegenstück zum Crash-Prophet.
- Persönliche Dividendenrendite #
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In den Tools: die erhaltenen Dividenden im Verhältnis zum investierten Kapital. Sie zeigt, was das eingesetzte Geld tatsächlich an Ausschüttungen bringt.
- Random-Walk-Theorie #
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Annahme, dass Kursänderungen zufällig sind und sich aus der Vergangenheit nicht vorhersagen lassen.
- Rebalancing #
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Die ursprünglich gewählte Aufteilung eines Portfolios wiederherstellen, nachdem sich die Gewichte durch Kursbewegungen verschoben haben.
- Rendite #
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Ertrag einer Anlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, in Prozent. Ohne Zeitraum ist die Angabe wenig wert: 50 % in zehn Jahren sind etwas anderes als 50 % in zwei. Vergleichbar wird sie als Rendite pro Jahr, siehe CAGR. Im Analyse-Reiter bezeichnet Gesamtrendite die Veränderung vom ersten zum letzten Wert des gewählten Zeitraums: Endwert / Anfangswert − 1. Die gewählte Kursbasis entscheidet, ob Ausschüttungen über bereinigte Kurse enthalten sind; Bei Wertpapier-Kursreihen sind persönliche Gebühren und Steuern nicht berücksichtigt.
- Rohstoffe (Commodities) #
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Güter wie Gold, Öl oder Agrarprodukte, die an Börsen gehandelt werden. Privatanleger investieren meist über ETCs.
- Saure-Gurken-Zeit #
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Phase mit wenig Umsatz und kaum Kursbewegung, typischerweise im Sommer.
- Schlechtestes Jahr #
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Die niedrigste Rendite eines vollständig abgeschlossenen Kalenderjahres innerhalb des gewählten Analyse-Zeitraums. Berechnet als Jahresendwert / Vorjahresendwert − 1 auf der gewählten Kursbasis. Das laufende Jahr und unvollständig abgedeckte Jahre zählen nicht mit. Fehlt ein vollständiges Kalenderjahr, bleibt die Kennzahl leer. Die Zahl beschreibt historische Ergebnisse, keine Prognose.
- Schulden (Passiva) #
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Alle Verbindlichkeiten: Hypotheken, Kredite, ein negativer Lombardsaldo. In der Bilanz heißen sie Passiva oder Fremdkapital. Vermögenswerte minus Schulden ergibt das Nettovermögen.
- Sharpe Ratio #
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Rendite über dem risikofreien Zins, geteilt durch die Volatilität. Sie sagt, wie viel Ertrag es je Einheit Schwankung gab. Höher ist besser; Werte lassen sich nur für denselben Zeitraum vergleichen. In der Depot Performance vereinfacht gerechnet: CAGR geteilt durch Volatilität, ohne Abzug eines risikofreien Zinses.
- Sortino Ratio #
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Rendite über einer Zielrendite, geteilt durch das Downside-Risiko. Kursanstiege gelten hier nicht als Risiko. In der Depot Performance: CAGR geteilt durch die annualisierte Standardabweichung der negativen Tagesrenditen. In der Wertpapieranalyse steht im Zähler die annualisierte mittlere Tagesrendite abzüglich des risikofreien Zinses. Diese Tool-Berechnungen unterscheiden sich von der üblichen Downside-Deviation über alle Beobachtungen.
- Sparplan #
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Regelmäßige Anlage eines festen Betrags, zum Beispiel monatlich in einen ETF. Der Sparplan Rechner zeigt, was daraus über die Jahre werden kann.
- Stop-Loss Order #
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Verkaufsauftrag, der ausgelöst wird, sobald der Kurs eine Schwelle erreicht oder unterschreitet. Danach wird zum nächsten Kurs verkauft, der auch deutlich tiefer liegen kann.
- Tagesveränderung #
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Veränderung des Depotwerts gegenüber dem Schlussstand des Vortags, in Euro und Prozent. Bei Fremdwährungspositionen wirkt auch der Wechselkurs, selbst wenn sich der Kurs der Aktie nicht bewegt.
- TER (Gesamtkostenquote) #
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Total Expense Ratio: jährliche laufende Kosten eines Fonds oder ETFs in Prozent des Fondsvermögens. Handelskosten im Fonds sind nicht enthalten.
- Thesaurierender ETF #
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ETF, der Erträge nicht auszahlt, sondern automatisch wieder anlegt. Der Zinseszins wirkt ohne eigenes Zutun.
- Top-5-Anteil #
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Anteil der fünf größten Positionen am Depotwert. Ein einfaches Maß für Klumpenrisiko.
- Tracking Error #
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Schwankung der Renditedifferenz zwischen einer Anlage und ihrer Benchmark, auf ein Jahr hochgerechnet. Ein niedriger Wert bedeutet: Die Anlage läuft eng am Vergleichsmaßstab. Bei ETFs zeigt er, wie genau der Index nachgebildet wird.
- Treynor Ratio #
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Rendite über dem risikofreien Zins geteilt durch Beta. Sie bewertet den Ertrag je Einheit Marktrisiko statt je Einheit gesamter Volatilität wie die Sharpe Ratio. Sie eignet sich vor allem für breit diversifizierte Portfolios; bei Beta nahe 0 oder negativem Beta ist die übliche Rangfolge wenig aussagekräftig.
- TWR (zeitgewichtete Rendite) #
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Die zeitgewichtete Rendite (Time-Weighted Return) misst, wie sich das angelegte Geld entwickelt hat – unabhängig davon, wann und wie viel ein- oder ausgezahlt wurde. Sie eignet sich deshalb für den Vergleich mit einer Benchmark oder einem Fonds. In den Tools erscheint sie als indexierte Linie mit Startwert 100.
- Value at Risk (VaR) #
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Geschätzte Verlustschwelle für einen festgelegten Zeitraum und ein Konfidenzniveau. Ein Tages-VaR von 2 % bei 95 % bedeutet: Im zugrunde liegenden Modell wird diese Verlustschwelle an etwa 5 % der Tage überschritten. Über die Höhe solcher größeren Verluste sagt er nichts. Die Wertpapieranalyse zeigt das historische 5-%-Quantil der Tagesrenditen, meist als negative Rendite. Historische Werte sind keine Garantie für künftige Verluste.
- Verlustaversion #
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Verluste schmerzen etwa doppelt so stark, wie gleich hohe Gewinne freuen. Das verleitet dazu, Verlierer zu lange zu halten und Gewinner zu früh zu verkaufen.
- Vermögenswerte (Aktiva) #
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Summe aller Vermögenswerte vor Abzug der Schulden: Depots, Konten und weitere Werte wie Immobilien. In der Bilanz heißen sie Aktiva. Das Nettovermögen zieht die Schulden davon ab.
- Volatilität (σ) #
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Maß für die Schwankung einer Anlage: die Standardabweichung ihrer Renditen, auf ein Jahr hochgerechnet. In den Tools aus Tagesrenditen mit 252 Handelstagen berechnet. Hohe Volatilität heißt stärkere Ausschläge in beide Richtungen.
- Witwen-und-Waisen-Papier #
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Sehr konservative Aktie eines etablierten Unternehmens mit verlässlicher Dividende. Auch solche Papiere können fallen.
- Währungseffekt (FX) #
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Wertänderung, die allein aus Wechselkursen entsteht. Eine US-Aktie kann in Dollar steigen und in Euro trotzdem verlieren. In den Tools als FX-GuV getrennt ausgewiesen.
- Zinseszins #
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Erträge werden wieder angelegt und bringen selbst Erträge. Über lange Zeiträume wächst das Vermögen dadurch immer schneller.
- Zittrige Hände (Weak Hands) #
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Anleger, die bei den ersten Verlusten verkaufen. Das Gegenstück heißt Diamond Hands. Der Grund, warum Buy-and-Hold einfacher klingt, als es ist.
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