Willkommen bei easyPortfolio
Das Nutzerhandbuch für finanzielle Souveränität
In 5 Minuten startklar
Keine Zeit für langes Lesen? Hier ist der Schnelldurchlauf:
| Schritt | Was tun? | Wo? |
|---|---|---|
| 1. Owner anlegen | Mindestens einen Besitzer anlegen (z.B. „Ich“) | /depots/owners/ |
| 2. Depot anlegen | Dem Depot einen Namen geben (z.B. „Trade Republic“) | /depots/list/ → „Neues Depot“ |
| 3. Erste Transaktion | Den ersten Kauf erfassen (Wertpapier, Menge, Preis) | /depots/transactions/new/?type=BUY |
| 4. Performance ansehen | Beobachten, wie sich das Depot entwickelt | /depots/performance/ |
| 5. Vermögen ergänzen | Immobilien, Konten oder Schulden hinzufügen | /wealth/ |
Fertig! Damit steht ein funktionierendes Depot. Alles Weitere (Musterportfolios, Dividenden-Kalender, Money Management) lässt sich nach und nach entdecken.
Tipp: Falls etwas nicht klappt, hilft Kapitel 6.3 „Fehlersituationen“ – dort sind die häufigsten Stolpersteine erklärt.
1. Einführung: Alle Finanzen an einem Ort
Investments hier, ein Konto dort, ein altes Sparbuch in einer Schublade und vielleicht noch ein paar Krypto-Coins in einer App, die seit Monaten niemand geöffnet hat: Wer wissen will, wie groß das eigene Vermögen heute eigentlich ist, muss oft lange suchen. Excel-Tabellen werden geöffnet, Passwörter zurückgesetzt, Zahlen mühsam zusammengetragen. Und am Ende bleibt oft das ungute Gefühl: „Ist wirklich alles im Blick?“
easyPortfolio wurde genau für diesen Moment entwickelt. Es führt verstreute Daten an einem Ort zusammen und macht daraus klare Kennzahlen: Was ist da, wie hat es sich entwickelt, und woran lag es?
Ein privates Projekt mit Prinzipien
In einer Welt voller Abos, Upselling und blinkender Werbebanner ist easyPortfolio eine ruhige Insel. Es ist ein privat betriebenes Projekt, entstanden aus der Leidenschaft für gute Software und intelligente Finanzen.
Das bedeutet konkret: easyPortfolio ist derzeit kostenlos nutzbar und zeigt keine klassische Werbung. Auf einzelnen Seiten können klar gekennzeichnete Affiliate-Links verwendet werden, insbesondere auf der Bücherseite. Wird über einen solchen Link ein Buch gekauft, kann easyPortfolio eine kleine Provision erhalten. Mehrkosten entstehen dadurch nicht.
Die Nutzer sind hier nicht das Produkt.
Die Daten bleiben beim Nutzer
Datenschutz ist keine Floskel, sondern das Fundament. Finanzielle Informationen sind sensibel und gehen niemanden etwas an.
easyPortfolio verkauft keine personenbezogenen Daten und nutzt Finanzdaten nicht für Werbung. Für den technischen Betrieb können jedoch notwendige Dienstleister eingesetzt werden, zum Beispiel Hosting, E-Mail-Versand, Sicherheit, Fehleranalyse oder Spam-Schutz. Details dazu stehen in der Datenschutzerklärung.
Was in easyPortfolio eingetragen wird, bleibt dem eigenen Nutzerkonto zugeordnet und wird nicht veröffentlicht. Trotzdem gilt: easyPortfolio ist ein Analyse- und Dokumentationswerkzeug, kein Bankersatz. Offizielle Bank-, Broker- und Steuerunterlagen bleiben maßgeblich.
Transparenz und der ganzheitliche Blick
easyPortfolio verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Vermögen besteht nicht nur aus dem Depot bei der Bank. Dazu gehören Immobilien, die Rücklagen auf dem Tagesgeldkonto, vielleicht Goldmünzen im Safe oder auch die offenen Kredite für das Eigenheim. easyPortfolio führt all diese Fäden an einem Ort zusammen.
Dabei gilt das Prinzip der radikalen Transparenz. easyPortfolio trennt Glück von Können. Wenn der Depotwert steigt, zeigt das System genau, ob das an der Anlagestrategie lag (Rendite) oder einfach nur daran, dass gestern Geld überwiesen wurde (Einzahlung). Diese Ehrlichkeit zu sich selbst ist der erste Schritt zu besseren Entscheidungen.
Ein lebendes System
Software ist nie „fertig“, sie lebt. easyPortfolio wird ständig weiterentwickelt, verbessert und um neue Funktionen erweitert. Es kommen also immer wieder neue Tools hinzu, mit denen sich die eigenen Finanzen noch besser verstehen lassen.
Das bedeutet aber auch: Wo gehobelt wird, fallen Späne. easyPortfolio ist ein ambitioniertes Projekt, aber kein multinationaler Bankenkonzern mit tausenden Entwicklern. Es kann Fehler geben. Berechnungen können in seltenen Grenzfällen ungenau sein, und Features können sich ändern. easyPortfolio ist ein Analyse- und Dokumentationsinstrument; finanzielle Entscheidungen sollten immer mit eigener Prüfung getroffen werden. Bei kritischen Transaktionen, Steuerfragen und rechtlichen Bewertungen sind die offiziellen Unterlagen der Bank, des Brokers, des Steuerberaters oder einer sonst zuständigen Fachstelle maßgeblich. easyPortfolio übernimmt keine Haftung für Entscheidungen, die auf Basis der hier dargestellten Daten getroffen werden.
2. Erste Schritte
Der Weg zu finanzieller Klarheit beginnt hier. Die Einrichtung ist kein Hexenwerk und in wenigen Minuten erledigt.
2.1 Registrierung und Anmeldung
Am Anfang steht ein sicherer Zugang.
- Registrieren: Auf der Startseite führt „Kostenlos registrieren“ zum Formular. easyPortfolio benötigt nur das Nötigste: eine E-Mail-Adresse und ein Passwort. Zum Abschluss wird mit einem Häkchen bestätigt, dass Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiert wurden – beide sind direkt verlinkt.
- E-Mail bestätigen: Damit niemand eine fremde Mailadresse missbraucht, kommt sofort ein Bestätigungslink per E-Mail. Ein Klick darauf, und das Konto ist aktiv.
- Anmelden: Die Anmeldung erfolgt mit den gewählten Zugangsdaten. Tipp: Am privaten Computer ist die Funktion „Angemeldet bleiben“ bequem.
Der Benutzername ist bei der Registrierung optional; bleibt das Feld leer, wird er aus dem Teil der E-Mail-Adresse vor dem @ gebildet. Die Anmeldung funktioniert mit Benutzername oder E-Mail-Adresse. Wer die Tools vorher ansehen möchte, kann über „Zur Demo“ fünf fiktive Musterdepots öffnen; dort lässt sich alles ansehen, aber nichts ändern.
2.2 Die Tools-Seite: der Ausgangspunkt
Nach der Anmeldung öffnet sich die Tools-Seite (/tools). Hier stehen alle Werkzeuge von easyPortfolio, sauber sortiert:
- Frei zugängliche Tools: Die Wertpapieranalyse (Charts prüfen), der Expertenvergleich oder der Sparplanrechner stehen sofort zur Verfügung – auch ohne Account.
- Persönliche Tools: Das Herzstück. Hier liegen die eigenen Depots (Depot Performance), die Strategien (Portfolio Manager) und der Vermögensstatus.
- Administration: Hier werden „Owner“ (dazu später mehr) und Konten verwaltet.
2.3 Die Navigation
Auf jeder Seite stehen drei Orientierungshilfen zur Verfügung:
Die Kopfzeile (Oben)
Hier geht es um das „große Ganze“. Von hier aus geht es zurück zur Startseite und zum Finanzwissen (Artikel & Grundlagen). Über das Nutzer-Icon (rechts oben) lassen sich Profil und Passwort verwalten; dort ist auch die Abmeldung.
Der Pfad (Breadcrumb)
Rechts oben auf jeder Seite steht der aktuelle Pfad, z.B. easyPortfolio / Tools / Analyse. Er dient nicht nur der Orientierung, sondern auch als Abkürzung: Ein Klick auf einen der vorherigen Punkte führt sofort dorthin zurück.
Die Seitenleiste (Links) – der Schnellzugriff
An großen Bildschirmen steht links eine schmale Leiste mit Symbolen. Das sind Abkürzungen zu den wichtigsten Bereichen:
- Analyse: Schnell einen Aktienkurs prüfen.
- Experten & Muster: Wie machen es die Profis?
- Eigene Depots: Wie laufen die echten Investments?
- Vermögensstatus: Wie groß ist das Vermögen insgesamt?
- Alle Tools: Zurück zur Übersicht.
3. Grundkonzepte verstehen
Vor dem Start lohnt es sich, die Logik hinter easyPortfolio zu verstehen. Die Software unterscheidet strikt zwischen zwei Welten.
3.1 Die zwei Welten: Realität vs. Simulator
Welt 1: Das reale Depot (echtes Geld)
Das Depot bildet die tatsächlichen Investments ab. Es basiert auf Transaktionen:
- Verkauf von 10 Aktien der Firma X.
- 50 € Dividende von Firma Y.
- Einzahlung von 1.000 € auf das Verrechnungskonto.
Hier geht es um Präzision. Jede Bankbuchung hat eine Entsprechung. easyPortfolio berechnet daraus den aktuellen Kontostand und – ganz wichtig – die echte Performance (TWR und MWR). Es beantwortet die Frage: „Wie läuft es wirklich?“
Welt 2: Das Musterportfolio (Der Simulator)
Das Musterportfolio ist ein theoretisches Modell. Es hat nichts mit dem Kontostand zu tun. Hier werden Zielgewichtungen festgelegt, zum Beispiel:
- 50% Welt-ETF
- 30% Technologie-Bündel
- 20% Gold
easyPortfolio berechnet, wie sich diese Strategie in der Vergangenheit entwickelt hätte oder wie sie sich aktuell im Markt schlägt. Es gibt hier keine Transaktionen und keine Euros, sondern nur Prozentwerte. Es ist das Werkzeug, um Strategien zu testen und zu vergleichen (Benchmarking). Es beantwortet die Frage: „Was wäre wenn?“
Die Macht des Vergleichs (Benchmarking)
Der wohl mächtigste Aspekt von easyPortfolio entsteht, wenn beide Welten verbunden werden: Das echte Depot lässt sich mit einem Musterportfolio vergleichen.
- Der Realitäts-Check: Schlägt die eigene Aktien-Auswahl wirklich den Markt? Oder wäre ein langweiliger Sparplan auf den MSCI World am Ende rentabler gewesen? easyPortfolio deckt das gnadenlos auf.
- Messen mit den Besten: Wie schlägt sich das eigene Portfolio im Vergleich zu den Strategien von Investment-Legenden wie Ray Dalio oder Gerd Kommer?
- Strategie-Duell: Verschiedene Depots (z.B. „Zocker-Depot“ vs. „Altersvorsorge“) lassen sich mit beliebigen Muster-Strategien vergleichen.
Wissen: Warum eine Benchmark unverzichtbar ist, erklärt der Artikel: Benchmark: Top oder Flop?
So wird aus einem bloßen Kontostand eine echte Leistungsanalyse. Es steht schwarz auf weiß da, ob sich der Aufwand lohnt.
Tipp: Viele Nutzer bauen ihre echte Strategie zuerst als Musterportfolio, um eine Zielvorgabe zu haben.
3.2 Besitzer & Eigentum (Die Owner-Struktur)
Das Leben ist oft komplexer als „Ein User, ein Depot“. Oft wird nicht nur das eigene Geld verwaltet, sondern auch:
- Das Depot des Partners.
- Das Sparkonto der Kinder.
- Das Vermögen einer familiären GmbH oder Stiftung.
Deshalb gibt es in easyPortfolio das Konzept der Owner (Besitzer).
Standardmäßig gehören alle Assets dem angemeldeten Nutzer. Es lassen sich aber beliebig viele weitere „Identitäten“ anlegen.
Beispiel: Ein Owner „Kind 1“ wird angelegt. Ein neues Depot („Junior Depot“) lässt sich dann diesem Owner zuordnen.
So bleibt der volle Überblick erhalten, ohne dass sich die Renditen vermischen. Die Performance eines risikoreichen Depots zieht nicht die sichere Anlage der Kinder ins Minus.
Datenschutz & Isolation:
easyPortfolio sorgt dafür, dass jeder Nutzer immer nur die eigenen Daten sieht. Nach der Anmeldung filtert das System alle Auswahlmenüs (z.B. bei der Transaktionserfassung) automatisch so, dass nur die eigenen Owner, Depots und Konten angezeigt werden. Verwechslungen mit Daten anderer Nutzer sind damit ausgeschlossen.
4. Funktionsbereiche im Detail
Dieses Kapitel stellt die einzelnen Werkzeuge vor.
4.1 Wertpapieranalyse
(Frei zugänglich – auch ohne Anmeldung nutzbar)
Die Analyse für Aktien, ETFs und ganze Depots. Ob ein einzelnes Wertpapier gesucht wird oder das eigene Depot untersucht werden soll – hier stehen die nüchternen Zahlen.
Der Header: Die Auswahl
Oben wird ausgewählt, was angezeigt werden soll: eine einzelne Aktie (Suche im Dropdown) oder eines der eigenen Depots/Portfolios. Bei einem Depot analysiert easyPortfolio dessen historische Entwicklung als Einheit.
Der Chart: Mehr als nur bunte Linien
Der Chart ist das Herzstück der Analyse. Er ist interaktiv und voller Funktionen:
Unter Vergleiche & Einstellungen → Einstellungen → Kursbasis lässt sich zwischen Bereinigten Kursen (Adj. Close) und Schlusskursen wechseln. Bereinigte Kurse berücksichtigen Dividenden und Splits; Schlusskurse verwenden den gespeicherten Schlusskurs ohne zusätzliche Bereinigung. Die Auswahl gilt für Asset- und Benchmarklinien, gleitende Durchschnitte und die Risikokennzahlen. Depot- und Portfoliorenditen sowie die Renditekacheln oben behalten ihre Berechnung. Die Kursbasis wird mit einer gespeicherten Ansicht übernommen. Ein einzelnes Asset zeigt absolute Kurse in seiner Kurswährung.
1. Warum startet der Chart standardmäßig bei 100?
Die Charts sind indexiert, d.h. sie starten bei 100 (oder 100%) und zeigen die relative Performance an. Soll eine Aktie für 200 € (Apple) mit einer für 5 € (Penny Stock) verglichen werden, hilft ein Chart mit absoluten Preisen wenig. Man würde den kleinen Wert gar nicht sehen.
Deshalb normiert easyPortfolio alles auf einen gemeinsamen Startpunkt (100).
Egal wie teuer die Aktie ist: Alle starten an derselben Linie. Von dort aus ist nur noch der Gewinn oder Verlust in Prozent zu sehen. So werden Äpfel und Birnen vergleichbar.
2. Notizen
Neben dem Chart liegt der Tab „Notizen“. Hier lassen sich Gedanken zu jedem Wertpapier festhalten.
- Persönlich: Die Notizen sind nur für den eigenen Account sichtbar.
- Kontext: Zum Beispiel, warum gekauft wurde oder wo der Zielkurs liegt.
- Zeitstempel: Das System zeigt automatisch an, wann die Notiz zuletzt bearbeitet wurde.
2a. Der Profil-Tab (Das Firmen-Kurzprofil)
Bei einzelnen Wertpapieren liegt zwischen „Chart“ und „Risikokennzahlen“ der Tab „Profil“. Dort zeigt easyPortfolio bewusst nur das Wesentliche: die offizielle Webseite des Unternehmens und die deutsche Unternehmensbeschreibung. Für einen schnellen qualitativen Check ist damit kein Sprung in tiefere Stammdaten oder auf externe Seiten nötig. Bei eigenen Depots und Musterportfolios erscheint dieser Tab nicht, weil dort kein einzelnes Unternehmensprofil sinnvoll wäre.
3. Zeitreise & Zoom (Der Slider)
Unter dem Chart liegt ein kleiner Slider (Schieberegler) mit einem zweiten Mini-Chart.
- Zoomen: Die Ränder des Sliders zusammenziehen, um einen bestimmten Zeitraum im Detail zu sehen (z.B. „Corona-Crash 2020“).
- Verschieben: In die Mitte des aktivierten Bereichs klicken und ihn nach links oder rechts durch die Zeit schieben.
4. Der Zeitraum (über dem Chart)
Rechts über dem Chart liegt die Zeitraumauswahl: 1M, 3M, 6M, YTD, 1J, 3J, 5J, 10J, 20J, Max und Manuell. Ein Klick genügt, der aktive Zeitraum ist ohne Aufklappen sichtbar.
- YTD heißt „seit Jahresbeginn“, nicht „die letzten zwölf Monate“.
- Manuell blendet die Felder Von, Bis und Ganzes Jahr ein. Außerhalb davon bleiben sie ausgeblendet, weil sie dort ohnehin nichts bewirken.
- Oben in der Kopfkarte stehen dieselben Zeiträume als farbige Kacheln mit der jeweiligen Wertentwicklung. Kachel und Zeitraumauswahl sprechen also dieselbe Sprache. Zeiträume, für die noch keine Kurse vorliegen, werden weggelassen statt mit einer Null gefüllt.
4a. Der „Neu indexieren“-Button
Links über dem Chart liegt „Neu indexieren“.
- Was macht er? Nach dem Hineinzoomen in einen Zeitraum (z.B. Start am 01.01.2023) berechnet easyPortfolio die Rendite neu, als wäre genau an diesem Tag gekauft worden. Alle Kurven werden an diesem neuen Startpunkt wieder auf 100 gesetzt.
- Warum? So lässt sich untersuchen: „Wer hat seit Jahresbeginn besser performt?“, ohne dass die Historie davor ablenkt.
4b. Vollbild
Daneben liegt der Vollbild-Knopf. Er blendet alles außer dem Chart aus und füllt den Bildschirm; Esc oder ein erneuter Klick führt zurück. Das lohnt sich, sobald mehrere Vergleichslinien im Bild sind.
5. Vergleichswerte hinzufügen (Benchmarking)
Über dem Chart sind Vergleichen und Einstellungen direkt mit getrennten Buttons erreichbar. Im Panel lässt sich zwischen beiden Bereichen wechseln.
Unter Vergleichen gibt es ein Suchfeld für Name oder Ticker und die Kategorien Alle, Assets, Benchmarks, Portfolios und Depots. Die gewünschten Serien werden angehakt und mit Übernehmen bestätigt. Pro Vergleich ist eine Benchmark möglich; insgesamt sind bis zu 15 Serien erlaubt. Bei vielen Treffern lässt sich die Suche weiter eingrenzen. Die Auswahl wird sichtbar benannt. Nur Fokus entfernt zusätzliche Serien; das Fokusobjekt bleibt geschützt und kann nicht abgewählt werden. Dieselbe Suche gibt es im Tab Risikokennzahlen.
Die Einstellungen sind nach Aufgabe gegliedert: Daten für die Kursbasis, Darstellung für Modus, Charttyp und Achsen, Einblendungen für gleitende Durchschnitte und Ereignisse. Bereinigte Kurse und Schlusskurse betreffen Assets und Benchmarks im Chart und in den Risikokennzahlen. Depot- und Portfoliorenditen sowie die Kopfkacheln behalten ihre fachliche Berechnung.
Auf schmalen Bildschirmen öffnet sich das Panel direkt im sichtbaren Bereich und scrollt bei Bedarf innen. Schließen, Escape oder ein Klick auf den Hintergrund führen zurück zum Chart. In der Flutter-App öffnet Einstellungen über dem Chart ein Blatt für Kursbasis und Absolut-/Indexdarstellung; die native Ansicht zeigt weiterhin eine Fokusreihe.
Über dem Chart stehen die aktive Kursbasis, Kurswährung beziehungsweise Indexbasis und Skala. Bei Fremdwährungs-Assets wird außerdem der aktuelle EUR-Gegenwert angezeigt; die historische Kurslinie bleibt in der Kurswährung. Der EUR-Wert verwendet den verfügbaren Wechselkurs zum Datum des angezeigten Schlusskurses. Ein fehlender Wechselkurs wird benannt. Hinweise zur begrenzten Datenabdeckung stehen ebenfalls vor dem Chart. Beim Bewegen des Time-Sliders passen sich Preis- und Volumenachse an den sichtbaren Zeitraum an.
Im Tab Kapitalmaßnahmen sind echte Splits und Provider-Kursanpassungen fachlich unterschieden. Der 3M-Eintrag vom 01.04.2024 ist der Solventum-Spin-off: eine Solventum-Aktie je vier 3M-Aktien. 1196/1000 ist der Provider-Kursfaktor und keine Vermehrung der 3M-Stückzahl.
Neue echte Aktiensplits passen die Stückzahl automatisch über eine Ausgleichsbuchung
zu Preis 0 an. Anschaffungskosten und Kontostand ändern sich dabei nicht. Bereits
vorhandene Splitbuchungen werden nicht verdoppelt; unklare Altbuchungen bleiben mit
einem Prüfgrund offen. Die Depotrendite bleibt auch nach einem vollständigen Verkauf
und späterem Wiederaufbau erhalten. Fehlen historische Käufe zu vorhandenen Verkäufen,
zeigt die Webansicht einen Prüfhinweis statt einer irreführenden Renditelinie.
Auf der Depot-Performance-Seite bleiben die Spaltenüberschriften langer Tabellen
beim Scrollen innerhalb der Tabelle sichtbar. Auf kleinen Bildschirmen lässt sich
weiterhin seitlich scrollen. Tabellenüberschriften verwenden normale Schreibweise.
Beim ersten Öffnen zeigt die Analyse-Seite bewusst einen Leerzustand: Zuerst wird oben ein Asset, ein eigenes Depot oder ein Musterportfolio ausgewählt. Dieses Objekt wird anschließend zum Fokusobjekt. Erst danach kommen optionale Vergleichsserien, Marker und Darstellungen dazu. Fehlen für eine Auswahl Daten, formuliert easyPortfolio das absichtlich konkret und ruhig, zum Beispiel bei fehlenden Dividenden oder fehlenden Splits.
6. Das Handelsvolumen unter dem Kurs
Unter der Kurslinie zeigt easyPortfolio das Handelsvolumen als Balken — grün an Tagen mit steigendem, rot an Tagen mit fallendem Schlusskurs. Daran lässt sich ablesen, ob eine Bewegung von vielen oder von wenigen Umsätzen getragen wurde.
Fehlt für ein Papier jedes Volumen, wird der Balkenbereich weggelassen statt leer angezeigt. Das ist bei Fonds ohne Börsenhandel der Normalfall — sie haben schlicht keinen Börsenumsatz.
Der Analyse-Header trennt zwischen echten Assets und Fremdwährungspaaren: Links werden wie gewohnt Aktien, ETFs, Fonds, Krypto oder andere Assets ausgewählt. Daneben stehen die eigenen Depots und Musterportfolios. Rechts gibt es ein eigenes Feld für Fiat-Wechselkurse wie EUR/USD oder EUR/KRW. Das ist bewusst getrennt, weil Krypto als Asset behandelt wird, während klassische Fremdwährungspaare zur Forex-Analyse gehören.
Bei eigenen Depots und Musterportfolios zeigt der Analyse-Header sofort, ob ein echtes Depot oder ein Musterportfolio betrachtet wird und wie viele Positionen enthalten sind; der Bearbeiten-Link führt direkt in den passenden Verwaltungsbereich. Bei echten Depots erscheinen rechts oben zusätzlich dieselben Performance-Kästchen wie bei einzelnen Assets.
7. Einstellungen & Darstellung
Die Darstellung lässt sich anpassen:
- Skala:
- Linear: Standard. Gleiche Abstände für gleiche Kurs- oder Indexdifferenzen.
- Logarithmisch: Wichtig für Langzeit-Charts. Hier bedeuten gleiche Abstände gleiche prozentuale Zuwächse.
- Darstellung:
- Indexiert (Auto): Der Standard (Start bei 100).
- Originalkurs: Zeigt den Kurs in der Kurswährung. Nützlich, wenn der tatsächliche Aktienkurs interessiert.
- Chart-Typ: Linie (klassisch) oder Fläche (gefüllt).
Über dem Chart liegen Zeitraum, manueller Datumsbereich und die gespeicherten Ansichten (neben dem Vollbild-Knopf). Unter dem Handelsvolumen zeigt ein eigenes Feld den Drawdown: den Abstand jeder Serie zu ihrem bisherigen Höchststand im geladenen Zeitraum. Dadurch ist sofort erkennbar, welche Einstellung welche Auswirkung hat, ohne dass Labels optisch in den Time-Slider hineinrutschen.
Zusatz: Asset-Ranking (Der Marktatlas)
(Anmeldung notwendig)
Für den Blick auf das gesamte lokale Asset-Universum statt auf ein einzelnes Asset gibt es die Seite Top 100 Assets unter /assets/top-100/.
Dort rankt easyPortfolio alle lokal bekannten Assets nach Marktkapitalisierung in EUR und zeigt pro Zeile:
- Rang & Logo: Das Asset erscheint mit großem Logo in einem weißen Quadrat.
- Name & Ticker: Klar getrennt, damit auch verschiedene Aktienklassen oder ähnliche Namen sauber lesbar bleiben.
- Typ: Farblich markiert nach Aktie, Edelmetall, ETF, Kryptowährung oder aktivem Fonds.
- Marktkapitalisierung: Immer in EUR gedacht, damit die Liste direkt vergleichbar bleibt.
- Kurs heute & Tagesänderung: Der aktuelle Kurs in EUR plus Tagesbewegung.
- 30-Tage-Mini-Chart: Eine kleine Sparkline für den schnellen Trendblick.
- Land: Nur als Flagge, damit die Tabelle ruhig und kompakt bleibt.
- Eigener Bestand: Wird das Asset selbst gehalten, erscheinen zusätzlich der aktuelle EUR-Wert und darunter die Menge.
Ein Klick auf ein Asset springt direkt in die gewohnte Analyse unter /analyse/security/<id>/. Die Seite ist bewusst eine allgemeine Markt- und Informationsseite; der eigene Bestand ist nur eine Zusatzschicht und bestimmt niemals das Ranking selbst.
Die Risikokennzahlen (Deep Dive)
Unter dem Reiter „Risikokennzahlen“ wird es wissenschaftlich.
Damit sich mehrere Serien wirklich vergleichen lassen, zeigt easyPortfolio die Risikokennzahlen als Matrix an: Die Kennzahlen stehen in den Spalten, die ausgewählten Serien in den Zeilen. Das Fokusobjekt steht immer ganz oben und ist über die gesamte Zeile hervorgehoben. Zusätzliche Assets, Musterportfolios, Benchmarks oder eigene Depots lassen sich direkt in diesem Tab hinzufügen, ohne zurück in den Chart zu wechseln. Praktisch ist auch die kleine Info-Hilfe an jeder Spaltenüberschrift: Beim Überfahren des Info-Symbols mit der Maus erklärt easyPortfolio in normaler Sprache, was die Kennzahl misst, wie sie zu lesen ist und was eher als gut oder schlecht gilt.
- Volatilität (Vola): Das „Angst-Barometer“. Sie misst, wie stark der Kurs schwankt.
- Max Drawdown: Der „maximale Schmerz“. Er zeigt den größten Verlust vom Höchststand.
- Sharpe Ratio: Die „Königs-Kennzahl“. Sie setzt den Gewinn ins Verhältnis zum Risiko. (Hinweis: Sie rechnet aktuell ohne risikofreien Zins, vergleicht also direkt Rendite gegen Schwankung.)
- Sortino Ratio: Die „fairere“ Schwester der Sharpe Ratio. Sie bestraft nur die Verluste (Abwärtsschwankungen) – denn dass ein Depot auch mal kräftig nach oben schwankt, ist ja kein echtes Risiko. Höher ist besser.
- Value at Risk (VaR 95%): Die „Was-wenn-es-schlecht-läuft“-Zahl. Sie schätzt, wie viel an einem wirklich schlechten Tag (schlechter als 19 von 20 Tagen) verloren gehen kann. Ein VaR von -3% heißt: an den meisten Tagen ist der Verlust kleiner, an besonders schlechten kann es so weit runtergehen.
- Beta: Der „Mitschwing-Faktor“ gegenüber dem Vergleichsindex. Beta = 1 bedeutet, der Wert bewegt sich wie der Markt; Beta = 1,5 heißt 50% stärkere Ausschläge (mehr Risiko und Chance), Beta = 0,5 nur halb so stark (defensiver). Wird nur berechnet, wenn eine Benchmark ausgewählt ist.
- Tracking Error: Die „Abweichungs-Treue“. Sie misst, wie eng eine Serie ihrem Vergleichsindex folgt. Klein = läuft fast wie der Index (typisch für gute ETFs), groß = geht eigene Wege. Braucht ebenfalls eine ausgewählte Benchmark.
4.2 Expertenportfolios
(Frei zugänglich – auch ohne Anmeldung nutzbar)
Von den Besten lernen: Hier stehen die Strategien legendärer Investoren – fix und fertig als Vorlage.
- Analyse: Ein Klick auf ein Portfolio (z.B. von Ray Dalio oder Gerd Kommer) zeigt dessen exakte Zusammensetzung und historische Performance.
- Inspiration: Die Vorlagen eignen sich als Basis für eigene Strategien und lassen sich in der Analyse (4.1) direkt mit dem eigenen Depot vergleichen. Schlägt das Depot den „All Weather“-Ansatz?
Tipp: Schlagen Privatanleger oder Experten den Markt? Mehr dazu im Artikel „Markt schlagen“.
4.3 Sparplanrechner
(Frei zugänglich – auch ohne Anmeldung nutzbar)
Der Zinseszins ist der Antrieb des Vermögensaufbaus.
- Simulation: Monatliche Sparrate, erwartete Rendite und Laufzeit eingeben.
- Visualisierung: easyPortfolio zeigt, wie viel davon eigene Einzahlungen sind und wie viel der reine Zinseffekt ausmacht. Ein Augenöffner für langfristiges Denken.
Hintergrund: Warum regelmäßiges Investieren (Sparplan) der Schlüssel zum Vermögensaufbau ist: Ganz nebenbei reich werden
4.4 Depot Performance
(Anmeldung notwendig)
Hier wird aus Buchführung eine Wissenschaft. easyPortfolio geht tief in die Zahlen, damit klar ist, wo das Depot steht.
4.4.1 Die Wahrheit über die Rendite (TWR vs. MWR)
Gut investiert oder einfach Glück beim Timing gehabt? Das System liefert beide Antworten:
- TWR (Time-Weighted Return): Die Zeitgewichtete Rendite. Sie misst die Qualität der Strategie, völlig unabhängig davon, wann Geld eingezahlt oder abgehoben wurde. Das ist der Wert für den fairen Vergleich mit einem Fondsmanager oder ETF.
- MWR (Money-Weighted Return): Die Geldgewichtete Rendite. Das ist der persönliche Erfolg. Hier spielt es eine Rolle, wann investiert wurde. Wurde vor einem Crash viel Geld eingezahlt, leidet die MWR stärker als die TWR.
- Fazit: Unterscheiden sich beide stark, liegt es am Timing (Market Timing).
Deep Dive: Rendite ist nicht gleich Rendite. Mehr dazu im Artikel: Wie gut habe ich investiert?
4.4.2 Die Charts (Visuelle Analyse)
Das Dashboard bietet mehrere grafische Auswertungen, um das Depot aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten:
1. Allokation (Donut-Chart):
Ganz links steht die Verteilung des Vermögens. Ein „Klumpenrisiko“ in einer einzelnen Aktie ist hier sofort zu erkennen. Bei mehr als zehn Positionen wird der Rest unter „Restliche Positionen“ zusammengefasst.
2. Historische Wertentwicklung (Linien-Chart):
In der Mitte steht der ehrlichste Chart von allen. Er zeigt zwei Linien:
- Investiertes Kapital (Gestrichelt): Zeigt, wie viel Geld aus eigener Tasche effektiv im Markt ist (Einzahlungen minus Auszahlungen).
- Aktueller Wert (Durchgezogen): Zeigt, was das Depot zu diesem Zeitpunkt tatsächlich wert ist.
- Die Lücke: Der Abstand zwischen den Linien ist der unrealisierte Gewinn (oder Verlust) in Euro. Liegt die durchgezogene Linie unter der gestrichelten, sind die Wertpapiere weniger wert, als dafür bezahlt wurde.
3. TWR-Index (Linien-Chart):
Rechts steht die reine Strategie-Kurve (Time-Weighted Return), indexiert auf 100. Sie zeigt, wie sich 100 € entwickelt hätten, wenn sie von Anfang an investiert gewesen wären – unbeeinflusst von Ein- und Auszahlungen.
4. Drawdown (Flächen-Chart):
Unter den drei Grafiken zeigt eine rote Fläche, wie weit die Depotrendite jeweils unter ihrem bisherigen Höchststand lag. 0 % heißt: auf dem Hoch. Im Kopf der Karte stehen der aktuelle und der maximale Drawdown sowie Dauer und Zeitraum des größten Rückgangs – vom Hoch bis zu dem Tag, an dem dieses Hoch wieder erreicht war.
5. Performance-Map:
Zwischen den Positionen und den Grafiken steht eine Karte aus Kacheln. Jede Kachel ist eine offene Position: Die Fläche zeigt den Marktwert, die Farbe die Kursentwicklung des Wertpapiers in EUR im gewählten Zeitraum (Heute, 7 Tage bis 20 Jahre, Max). Gruppiert wird wahlweise nach Sektoren oder Regionen. Kleine Kacheln zeigen nur das Logo; alle Angaben erscheinen, sobald die Maus darüber steht. Ein Klick öffnet die Analyse des Wertpapiers.
6. Kapitalfluss und Wertzuwachs:
Nach den Grafiken folgen zwei Tabellen und ein Säulendiagramm, wahlweise nach Monaten oder Quartalen. Die Kapitalflussmatrix zeigt, wie viel Geld durch Käufe ins Depot geflossen und durch Verkäufe abgeflossen ist; die Maus über einer Zelle listet die größten Käufe und Verkäufe. „Kursentwicklung in EUR“ zeigt, wie viele Euro im selben Zeitraum durch Kurse und Wechselkurse dazugekommen oder verloren gegangen sind. Das Säulendiagramm stapelt beides: Geldzuflüsse und Kursentwicklung ergeben zusammen die Veränderung des Depotwerts. Alle drei folgen der Owner- und Depotauswahl.
4.4.3 Die Bestands-Tabelle
Vor den Charts steht die detaillierte Auflistung der Depots und Positionen. Die Bereiche Weitere Kennzahlen, Einzelne Depots, Einzelne Positionen, Grafiken und Exposure lassen sich über ihre Schalter ein- und ausblenden; die Web-App merkt sich die Auswahl.
- Sortierung mit Gedächtnis: Ein Klick auf die Spaltenüberschriften (z.B. „Wertpapier“ oder „GuV“) sortiert die Tabelle. easyPortfolio merkt sich die Einstellung: Die Sortierung bleibt erhalten, auch nach dem Neuladen der Seite oder einem Abstecher auf eine andere Seite.
- Konsolidierte Ansicht: Sind oben mehrere Depots ausgewählt, fasst die Tabelle gleiche Wertpapiere automatisch zusammen, sodass etwa alle Apple-Aktien auf einen Blick zu sehen sind.
- Spalte „Heute“: In Depot- und Asset-Tabelle gibt es zwischen
GuVundAnteileine eigene Tages-Spalte. Oben steht die Veränderung in Euro, darunter die Veränderung in Prozent. - Warum „Heute“ auch bei stillen Kursen ausschlagen kann: Die Tagesveränderung ist die Änderung des Depotwerts in Euro – und dazu gehört der Wechselkurs. Enthält das Depot US-Aktien und der Dollar verliert über Nacht ein halbes Prozent, sinkt der Depotwert in Euro, selbst wenn sich kein einziger Kurs bewegt hat. Genau so rechnet auch der Labs-Bereich, deshalb zeigen beide Seiten dieselbe Zahl. (Bis Juli 2026 rechnete die Performance-Seite den Vortag versehentlich mit dem heutigen Wechselkurs und blendete den Währungseffekt damit aus – die Zahlen dort waren zu freundlich.)
- Ruhige Nullwerte: Wenn eine Tagesänderung sichtbar auf
0 €oder0,0 %rundet, bleibt die Anzeige bewusst neutral ohne Richtungsdreieck.
4.4.4 Häufige Fragen zu den Kennzahlen
Oft kommt es zu Verwirrung, wenn die Tabelle „grün“ (Gewinn) zeigt, aber der Chart „rot“ (Verlust) ist. Hier die Erklärung:
Unter Weitere Kennzahlen und den Exposure-Bereichen stehen außerdem drei kompakte Risikosichten:
- Weitere Kennzahlen: GuV, Rendite, Risiko und Verteilung sind eigene Gruppen. Rendite je Zeitraum steht als eigene Gruppe darunter; die Spalte Aktives Risiko dort ist der Tracking Error — sie zeigt, wie eigenständig das Depot gegenüber der Benchmark läuft, und ist kein Qualitätsurteil.
- Farben und Vorzeichen: Gewinne stehen grün mit
+, Verluste rot mit-, eine Null grau ohne Vorzeichen — in allen Tabellen gleich, für den Euro- und den Prozentwert. -
Volatilität p.a.: Die Box zeigt die bereits für die Sharpe Ratio verwendete annualisierte Schwankung der täglichen TWR-Renditen. Prozentwerte in den Web-Boxen und Unterinfos haben durchgehend zwei Nachkommastellen.
-
Sektor-Exposure: Zeigt, wie viel des aktuellen Depotwerts etwa in Technologie, Finanzen oder anderen gepflegten Sektoren steckt. Fehlende Stammdaten erscheinen offen als „—“. Die Exposure-Tabellen zeigen standardmäßig die neun größten Positionen plus eine „Rest“-Sammelzeile; ein Klick auf die Rest-Zeile klappt alle weiteren Einzelpositionen auf.
- Größen-Exposure: Verteilt den Depotwert nach Unternehmensgröße, gemessen an der Marktkapitalisierung in EUR: Mega (ab 200 Mrd.), Large (ab 10 Mrd.), Mid (ab 2 Mrd.), Small (ab 300 Mio.) und Micro. ETFs und Titel ohne Marktkapitalisierung stehen unter „Nicht zuzuordnen“.
- Top-5-Anteil und HHI: Der Top-5-Anteil summiert die fünf größten Positionen. Der HHI bewertet zusätzlich alle Positionsgewichte auf einer Skala bis 10.000; je höher der Wert, desto stärker ist das Depot konzentriert.
- Alpha p.a.: Zeigt die annualisierte Mehrrendite gegenüber dem Vanguard FTSE All-World im gemeinsam verfügbaren Zeitraum. Für eine belastbare Anzeige sind mindestens sechs Monate gemeinsamer Historie nötig.
1. Warum ist der Chart im Minus, aber die GuV im Plus? (Und was heißt „unrealisiert“?)
easyPortfolio trennt Gewinne bewusst in drei klare Größen – so verschwindet die alte Verwirrung:
- GuV unrealisiert: Nur die offenen Positionen – aktueller Wert minus Einstand, ohne Dividenden/Verkäufe. Das ist die Spalte „GUV (UNREAL.)“ in den Tabellen und die prominente KPI-Box. Sie folgt dem Kurs-Chart: Sind die Kurse gefallen, ist sie rot.
- GuV realisiert: Was bereits „eingetütet“ ist – Gewinne aus Verkäufen plus erhaltene Dividenden. Eigene KPI-Box.
- GuV gesamt: Beides zusammen (unrealisiert + realisiert). Steht in der zweiten KPI-Reihe.
- Beispiel: Aktie für 1.000 € gekauft, Kurs fällt auf 900 € → unrealisiert −100 € (der Chart zeigt genau das). Dazu kamen 200 € Dividende → realisiert +200 €. Gesamt = +100 €. Der Chart bleibt also im Minus (reine Kursentwicklung), die Gesamt-GuV ist trotzdem positiv.
- Prozent-Basis: Die unrealisierte GuV-% misst gegen den Einstand der offenen Positionen; die Gesamt-GuV-% gegen das insgesamt eingesetzte Kapital (alle Käufe). Die persönliche, zeitgewichtete Wahrheit bleibt der MWR/TWR.
2. Sind Gebühren im „Einstandskurs“ enthalten?
Ja. Der Einstandspreis ist immer (Anzahl * Kaufpreis) + Gebühren. Bei einem Investment von 1.000 € und 10 € Gebühr beträgt der Einstand 1.010 €. Die Position startet also leicht im Minus.
Die persönliche Dividendenrendite (Yield on Cost) auf der Wertpapier-Detailseite verwendet
dieselbe Definition wie die Depot-Performance: Brutto-Dividenden der letzten 365 Tage geteilt
durch alle Kaufkosten inklusive Gebühren. Teilverkäufe reduzieren diesen Nenner nicht.
Ohne Dividenden steht dort 0 %; ohne erfasste Kaufkosten lässt sich die Quote nicht berechnen.
3. Warum ist die Jahresrendite (CAGR) so extrem (z.B. -50%)?
Der CAGR rechnet immer auf ein ganzes Jahr hoch. Ist das Depot erst seit einer Woche investiert und hat 1% verloren, rechnet die Formel so, als ginge das jede Woche so weiter – und zeigt extrem negative Werte an. Bei längeren Zeiträumen normalisiert sich dieser Wert.
4.4.5 Der Schalter: „Kapitalerträge einrechnen“
Oben rechts im Dashboard liegt ein Schalter, der die Perspektive wechselt. Das löst den Konflikt zwischen „Kurs-Performance“ und „Gesamt-Rendite“.
-
Schalter AUS (Standard / Konservativ):
- Fokus: Reine Aktienkurs-Entwicklung.
- Investiertes Kapital: Zeigt die Brutto-Investition (z.B. 2.500 €). Dividenden werden ignoriert.
- TWR: Zeigt an, ob die Aktien steigen oder fallen.
- Wann nutzen? Für die Frage: „Wurden gute Aktien ausgewählt?“
-
Schalter EIN (Total Return):
- Fokus: Gesamtwachstum des Vermögens.
- Investiertes Kapital: Zeigt die Netto-Investition. Erhaltene Dividenden werden vom eingesetzten Kapital abgezogen (z.B. 2.500 € – 250 € Dividende = 2.250 € Risiko-Kapital).
- TWR: Dividenden werden virtuell wiederangelegt. Die Kurve steigt stärker.
- Wann nutzen? Für die Frage: „Wie profitabel war das Investment inklusive aller Ausschüttungen?“
4.4.6 Transaktionen & Money Management (Die Verbindung)
Hier schließt sich der Kreis zu den alltäglichen Finanzen. easyPortfolio integriert das Depot nahtlos in das Money Management, damit nichts doppelt gepflegt werden muss.
1. Der „Budget-Link“
Beim Erfassen einer Transaktion (Kauf, Verkauf, Dividende) lässt sich optional ein Verrechnungskonto (z.B. das Girokonto aus dem Money Management) angeben.
- Der Effekt: easyPortfolio erstellt dann vollautomatisch die passende Gegenbuchung im Money Management.
- Beispiel: Kauf von Aktien für 1.000 €. Der Depotwert steigt um 1.000 €, das Girokonto im Money Management sinkt automatisch um 1.000 €.
2. Die Standard-Kategorien (Vermögen vs. Konsum)
Damit die Auswertungen („Wofür wird das Geld ausgegeben?“) nicht verfälscht werden, nutzt easyPortfolio eine eigene Logik für diese automatischen Buchungen:
- Käufe (BUY) -> „Kauf von Sach- & Finanzvermögen“: Beim Aktienkauf ist das Geld nicht „weg“ (wie bei Miete oder Essen), sondern nur umgeschichtet. Es ist eine Ausgabe auf dem Konto, der aber ein Gegenwert gegenübersteht. Diese Standard-Kategorie trennt echte Ausgaben von Investitionen.
- Verkäufe (SELL) & Dividenden -> „Verkauf von Sach- & Finanzvermögen“: Wenn Geld aus dem Depot zurückkommt, ist das eine Einnahme. Auch hier sorgt die Standard-Kategorie dafür, dass diese Rückflüsse nicht mit dem Gehalt vermischt werden.
- Automatismus: Das Formular wählt diese Kategorien automatisch vor. Sie lassen sich bei Bedarf ändern, für eine saubere Vermögensbilanz ist aber der Standard empfohlen.
Hinweis zur Steuersynchronisation: Da im Haushaltsbuch (Money Management) der tatsächliche Geldeingang auf dem Girokonto gefragt ist, überträgt die Synchronisation bei Verkäufen oder Dividenden automatisch den Nettobetrag (Gesamtbetrag minus Steuern und Gebühren). So stimmt der Kontostand im Haushaltsbuch exakt mit dem Bankauszug überein.
Sync: Der Button aktualisiert die Kurse offener Positionen und Wechselkurse für die gewählte Owner-/Depot-Auswahl im Hintergrund. Die Fortschrittsanzeige zählt aktualisierte, übersprungene und fehlgeschlagene Assets. Danach werden alle Kennzahlen neu berechnet und die Anzeige ohne Seitenreload ersetzt. Währenddessen bleibt die Seite bedienbar; ein laufender Sync wird bei erneuter Navigation übernommen. Der sichtbare Depotwert bleibt während des Syncs unverändert; nach Abschluss wird die dann aktuelle Auswahl einmal neu berechnet. Die Abschlussmeldung ist wegklickbar, zeigt maximal fünf betroffene Titel plus Restanzahl und erscheint bei späteren Seitenaufrufen nicht erneut. Eine weggeklickte Hintergrundinfo bleibt für denselben Lauf im Browser-Tab ausgeblendet, auch nach erneuter Navigation. Der Button zeigt den Fortschritt; nach einem abgeschlossenen Lauf ohne echte Fehler verhindert bis 15 Minuten nach Start eine Sperrfrist weitere Kursabrufe und zeigt die verbleibende Wartezeit. Fehlende Kurse werden getrennt von geschlossener Börse mit Titel, Grund und letztem Kurstag angezeigt. Kurslücken heben die Sperrfrist nicht auf; nach echten Fehlern oder Abbrüchen ist ein neuer Versuch möglich; bereits aktualisierte Kurse bleiben erhalten.
3. Filter, Suche & Verwaltung
Die Transaktionsliste ist das Archiv aller Buchungen.
- Profisuche & Filter: Auch bei tausenden Buchungen bleibt der Überblick erhalten. Gefiltert wird gezielt nach Owner, Depot oder Kategorie. Bei genau einer Auswahl zeigt der Filter direkt den echten Namen statt nur eine Anzahl. Das Suchfeld findet einzelne Wertpapiere; ein Klick auf die Spaltenüberschriften sortiert die Tabelle.
- Klare Bearbeitungslogik: Taucht in den Kontoumsätzen eine automatisch verknüpfte Depot- oder Assetbewegung auf, bleibt sie dort im Kontobild sichtbar, wird aber über eine eigene Asset-Spalte gekennzeichnet. Beim Bearbeiten springt easyPortfolio bewusst in die fachlich passende Depot-/Asset-Maske statt in eine generische Budget-Maske.
- Währungen: Beim Erfassen neuer Transaktionen („Neue Transaktion“) steht eine Liste von über 20 Währungen (z.B. USD, CHF, GBP, JPY, PLN…) zur Verfügung. Das deckt auch internationale Investments ab.
- Verwaltung: Über das Menü lassen sich Importe starten und Depots konfigurieren.
- Beschleunigte Erfassung: Beim Anlegen neuer Buchungen hilft die Funktion „Speichern & neu“. Das System merkt sich das zuletzt genutzte Depot und Budget-Konto, sodass sich Serien von Buchungen (z.B. in der Dividendensaison) schnell hintereinander erfassen lassen.
- Präzision vor Berechnung: Ein eingegebener Gesamtbetrag hat für easyPortfolio immer Vorrang vor der rechnerischen Multiplikation von Menge mal Preis. Das bedeutet: Steht auf der Bankabrechnung 100,00 €, ergäbe Menge x Kurs aber rechnerisch 99,99 €, gilt die Eingabe (100,00 €). So stimmt der Cashflow immer auf den Cent genau.
Bei Gold, Silber, Platin und Palladium zeigt Bitpanda Mengen in Gramm. easyPortfolio rechnet diese beim Import automatisch in Feinunzen um, weil die hinterlegten Spotkurse je Feinunze notieren; der Euro-Gesamtbetrag der Buchung bleibt dabei unverändert.
4.5 Portfolio-Manager (Der Simulator)
(Anmeldung notwendig)
Die Strategie-Werkstatt: Hier entstehen Musterportfolios am Reißbrett.
- Erstellen: Linke Spalte. Einen Namen vergeben und Wertpapiere auswählen.
- Gewichten: Die Ziel-Verteilung bestimmen (z.B. 70% MSCI World, 30% Emerging Markets).
- Vergleichen: Das Musterportfolio taucht nun überall in easyPortfolio auf. Es lässt sich in der Analyse (4.1) als Benchmark laden und mit den echten Depots vergleichen.
4.6 Money Management
(Anmeldung notwendig)
Wer investieren will, muss erst einmal sparen.
- Einnahmen & Ausgaben: Cashflows erfassen. Miete, Gehalt, Lebensmittel.
- Budgets: Limits für bestimmte Kategorien setzen.
- Visualisierung (Dashboard): Auf einen Blick ist zu sehen:
- Monats-Balken: Wie viel wurde diesen Monat eingenommen vs. ausgegeben?
- Donut-Charts: Wohin fließt das Geld? (z.B. 40% Wohnen, 20% Essen).
- Sparquote: Die wichtigste Kennzahl. Wie viel Prozent des Einkommens sind übrig geblieben?
- Analysen: Werkzeuge wie die Year-over-Year-Analyse (Vergleich zum Vorjahr) oder die Fixkosten-Analyse helfen, Ausreißer zu finden.
- Wohin fließt das Geld: Zwei gleich lange Balken zeigen einen Monat. Über den unterstrichenen Monat rechts oben wird er ausgewählt, bis zu 24 Monate zurück. Oben steht, woher das Geld kam: die Einnahmen und, falls sie nicht reichen, Verkäufe (nur der verbrauchte Teil) und danach der Fehlbetrag, den der Kontostand getragen hat. Unten steht, wohin es ging: Fixkosten (die im Monat gebuchten), variable Ausgaben, Investiert und Übrig. In den Balken stehen Betrag und Anteil. Darunter fasst eine Zeile den Monat zusammen, etwa „+ 1.000 € mehr eingenommen als ausgegeben und investiert“ oder „− 2.451 € mehr ausgegeben und investiert, als Einnahmen + Verkäufe“. Nicht verbrauchte Verkaufserlöse stehen als zweite Zeile darunter. Umbuchungen zwischen eigenen Konten zählen nicht.
- Trend 13 Monate: Reihenfolge Einnahmen, Verkäufe, Ausgaben, Investiert. Oben rechts lässt sich zwischen Gruppiert (nebeneinander) und Gestapelt (je Monat eine Säule Zufluss = Einnahmen + Verkäufe und eine Säule Abfluss = Ausgaben + Investiert) sowie zwischen Gedeckelt und Alles zeigen umschalten. Der Browser merkt sich die Wahl. Beim Umschalten und Filtern bleibt die Seite an ihrer Scrollposition.
- Käufe und Verkäufe: Investitionen erscheinen überall als Käufe. Verkäufe haben eine eigene, hellblaue Säule im Trend, in der Detaillierten Analyse und im Jahresvergleich. Sie sind weder Einkommen noch mindern sie die Käufe. Im Kasten Details stehen beide als Ø pro Monat. Käufe minus Verkäufe ergibt Investiert (netto).
- Detaillierte Analyse: Wahlweise Summen (eine Säule je Gruppe) oder Nach Kategorien (gestapelt nach Oberkategorien). Beim Überfahren einer Säule mit der Maus erscheint die Aufschlüsselung: die größten zehn Posten und der Rest, ohne 0-€-Einträge. Bei Investitionen und Verkäufen werden die einzelnen Wertpapiere genannt. Einzelne Ausreißer-Monate werden gedeckelt und mit ▲ beschriftet, „Alles zeigen“ hebt das auf.
- Jahresvergleich: Vergleicht Einnahmen, Investitionen, Verkäufe oder Ausgaben Monat für Monat mit bis zu fünf Vorjahren. Investitionen und Verkäufe enthalten auch Depotkäufe und -verkäufe, zu denen es keine Kontobuchung gibt (vor allem Jahre vor 2026). Bitpanda-Sparpläne aus der API zählen dabei nicht extra, weil ihre Überweisung schon auf dem Girokonto steht. Mit einem Kategoriefilter zählen nur die Kontobuchungen.
- Fixkosten-Quote: Fixkosten pro Monat geteilt durch die Ø Einnahmen, also wie viel vom Einkommen schon verplant ist. Bis 50 % gilt als flexibel, über 70 % als starr.
- Kapitalerträge (YTD): Darunter steht, welcher Rendite das auf den Ø Wert der Depots entspricht (Wertpapiere, Krypto, Edelmetalle, Rohstoffe; Mittel aus dem Stand am Jahresanfang und heute). Die Quote gilt seit 1.1. und ist nicht aufs Jahr hochgerechnet. Große Verkäufe verzerren sie damit nicht mehr.
- Fixkosten (geplant) und (gebucht): Im Kasten Details stehen die geplanten Fixkosten, also die wiederkehrenden Zahlungen mit Haken „Fixkosten“. Wohin fließt das Geld? zeigt als „Fixkosten“ die im gewählten Monat tatsächlich gebuchten. Beide Zahlen können sich unterscheiden, etwa wenn eine Jahresrate in diesem Monat fällig war.
- Erstattungen: Kommt Geld zurück (Krankenkasse, Retoure, Gutschrift), wird beim Buchen der Haken Erstattung / Gutschrift gesetzt und die ursprüngliche Ausgabenkategorie gewählt. Die Erstattung senkt dann die Ausgaben dieser Kategorie, statt als Einnahme zu zählen. Im Bankimport stehen dafür bei jeder Gutschrift unter „Als Erstattung einer Ausgabe“ auch die Ausgabenkategorien zur Auswahl. In den Kontoumsätzen steht unter dem Betrag „Erstattung“.
- Kategorien: Unterkategorien sind höchstens drei Ebenen tief (Kategorie, Überkategorie, deren Überkategorie). Tiefer würden die Schalter „Investition“ und „Kapitalertrag“ der obersten Ebene nicht mehr greifen, deshalb lehnt das Formular das ab.
- Fixkosten: Unter Analysen → Kostenstruktur stehen alle wiederkehrenden Ausgaben. Ein Haken bestimmt, ob ein Posten als Fixkosten zählt; der Betrag lässt sich dort direkt ändern. Die Summe ist die Fixkosten-Zahl im Dashboard.
- Automatik: Investitionen (aus 4.4.6) erscheinen hier automatisch – sauber getrennt vom Konsum.
- Direkte Sprünge: In der Übersicht lassen sich Konten direkt anklicken. Das führt in die Kontoumsätze, und das gewählte Konto ist dort bereits passend vorgefiltert.
- Schnellzugriff ohne Altlasten: Der Schnellzugriff auf
Kontoumsätzeöffnet die Liste bewusst ohne alte Konten-, Owner- oder Kategoriefilter. Sind danach wiederAlle Konten,Alle OwnerundAlle Kategorienaktiv, zeigt easyPortfolio auch wieder wirklich alle Umsätze. - Kompakte Verwaltungsseiten: Kategorien und wiederkehrende Buchungen sind in die drei Bereiche
Einnahmen,AusgabenundUmbuchungengegliedert. So bleiben Pflege und Kontrolle auch bei vielen Einträgen besser lesbar. - Ruhigere Tabellenlogik: In den Kontoumsätzen stehen Konto und Kategorie jeweils mit einer zweiten, grauen Kontextzeile darüber bzw. darunter (
Owner,Parent, Depotkontext). Fehlt einem Konto ein Owner, zeigt easyPortfolio bewusstAllgemeinstatt eines nackten Minuszeichens. - Saldo je Buchung: Die Spalte Saldo zwischen Betrag und Aktion zeigt wie ein Kontoauszug den Kontostand des Kontos nach dieser Buchung, in der Währung des Kontos. Filter, Suche und Sortierung ändern daran nichts: gezählt werden immer alle Buchungen des Kontos. Die jüngste Buchung zeigt damit den heutigen Kontostand. Liegt eine Buchung in der Zukunft, wird der voraussichtliche Saldo angezeigt.
Kontostand bei der Auswahl: Überall, wo ein Konto ausgewählt wird (Buchung, Umbuchung, wiederkehrende Buchung, Import, Depot-Transaktion, auch in der App), steht der aktuelle Kontostand direkt dahinter.
Investitionen: Kategorien wie „Kauf von Sach- & Finanzvermögen“, „Sparplan“ oder „Krypto“ werden in der Kategoriepflege als Investition markiert. Solche Buchungen verschieben Geld ins Vermögen. Sie zählen deshalb weder als Ausgabe noch als Einnahme, sondern erscheinen als Investiert (netto). Das Flag gilt auch für Unterkategorien.
Umbuchungen zwischen eigenen Konten sind nie Einnahme oder Ausgabe. Ist in der Kontopflege die IBAN eingetragen, erkennt der Bankimport solche Überweisungen automatisch. Bei Brokern, die über eine Sammel-IBAN einziehen (z. B. Trade Republic), wird diese unter Weitere Gegen-IBANs beim Broker-Konto eingetragen. Wichtig: Eine Überweisung an ein eigenes Broker-Konto ist eine Umbuchung, keine Investition. Investiert ist das Geld erst beim Kauf auf dem Broker-Konto, sonst zählt es doppelt.
Bankimport: Unter Kontodaten importieren wird zuerst ein Konto gewählt und über Datei hochladen die Umsatzliste der Bank (easybank/BAWAG-CSV) hochgeladen. Konten, die hier nicht gebraucht werden, lassen sich ausblenden. Ausgeblendete anzeigen und Einblenden holen sie zurück; Buchungen, Salden und Auswertungen bleiben erhalten. Beim Bearbeiten eines Kontos führen Speichern und Abbrechen zur Ausgangsseite zurück. Importhilfe und Importmeldungen bleiben sichtbar, bis sie geschlossen werden. Die Vorschau zeigt je Zeile, was passiert:
- Dublette: schon erfasst, wird übersprungen.
- Umbuchung: Überweisung zwischen eigenen Konten.
- Einnahme/Ausgabe: mit vorgeschlagener, änderbarer Kategorie.
Bei großen Dateien zeigt die Vorschau höchstens 100 der neuesten neuen Buchungen. Der Import gleicht trotzdem die gesamte Datei ab; weitere Kategorien lassen sich danach in der Import-Kontrolle prüfen. Dieselbe Datei ein zweites Mal hochzuladen legt nichts doppelt an.
Historische Importe und Kontostände: Wurden ältere Buchungen zusammengefasst oder Konten schon über den Startsaldo ausgeglichen, kann ein Nachimport den berechneten Stand verschieben. Deshalb sollten auch die betroffenen eigenen Gegenkonten gegen die tatsächlichen Bankstände geprüft werden. Ein bestätigter Saldenabgleich kann über den Startsaldo erfolgen, ohne neue Umbuchungen oder Einnahmen und Ausgaben zu erzeugen. Dabei verschieben sich auch frühere berechnete Kontostände; historische Auswertungen sind damit nicht automatisch geprüft. Der echte Bankstand sollte zusätzlich als Kontoabgleich festgehalten werden.
Neben der easybank-CSV erkennt der Import auch den Kontoauszug der Erste Bank/Sparkassen als PDF (aus George) und den Transaktionsexport von Trade Republic (App → Kontoauszüge → Transaktionsexport). Bei Trade Republic wird ein Stichtag gewählt: Ab dann werden Käufe, Verkäufe, Dividenden und Kontoumsätze gebucht; ältere Lücken zeigt die Vorschau nur an.
Kontodaten importieren: Der Knopf oben auf der Money-Management-Seite (auch im Schnellzugriff) öffnet die Startseite des Imports: Dort wird das Konto gewählt; die Seite zeigt, welches Dateiformat oder welcher automatische Abruf dafür passt, und listet darunter die laufenden Importe zum Weiterbearbeiten.
Import-Kontrolle: Jeder Import endet in der Import-Kontrolle. Dort stehen alle Zeilen des Laufs, getrennt in Offen (keine Regel gefunden, vorläufig unter „Sonstige“ gebucht), Zu prüfen (automatisch zugeordnet) und Erledigt. Je Zeile lassen sich die Kategorie oder „Umbuchung mit Konto“ wählen, eine Anmerkung ergänzen und die Zuordnung als Regel merken, damit der nächste Import sie selbst trifft. Gleichartige Zeilen, die noch offen sind, ordnet die Regel sofort mit zu (z. B. alle „KESt“-Zeilen auf einmal). Liefert die Quelle einen Endsaldo (Kontoauszug, Bitpanda, IBKR), zeigt die Seite, ob der Kontostand mit der Bank übereinstimmt, und listet Buchungen ohne Gegenstück. Für Bitpanda und Interactive Brokers gibt es dort einen Knopf Umsätze abrufen, der Depot- und Kontobuchungen in einem Schritt holt; Bitpanda gleicht dabei ab dem letzten Abruf ab.
IBAN: Die IBAN in der Kontopflege wird nur gebraucht, wenn Umsätze automatisch eingelesen werden sollen. Sie ist keine Zugangsberechtigung und bleibt in der eigenen Datenbank.
Wiederkehrende Buchungen: Jeder offene Termin erscheint einzeln, auch überfällige. Ist eine Zahlung schon da (z. B. über den Bankimport), gilt der Termin automatisch als erledigt. Bei Quartals- und Jahresbuchungen legt Erster Termin den Monat fest. Nur werktags verschiebt Termine vom Wochenende auf Montag.
Budgets gelten wahlweise pro Monat, Quartal oder Jahr. Ausgaben in Unterkategorien zählen mit.
Kontoabgleich: Auf Konten wird zu einem Konto der Saldo laut Bank an einem Stichtag eingetragen. Die Spalte Abgleich zeigt dann „stimmt“ oder die Differenz zum Stand in easyPortfolio. Ändert sich später eine Buchung vor dem Stichtag, meldet das DQM die neue Abweichung.
Lombardkredit-Konten: Ein Referenzkonto, das bewusst ins Minus läuft (Lombard- oder Wertpapierkredit), wird in der Kontopflege mit dem Schalter Lombardkredit-Konto markiert. Ab dann gilt überall gleich:
- Der Kontostand in der Übersicht bleibt der echte Saldo und trägt das Kennzeichen
Lombard. - Liquidität statt „Gesamt“ zählt nur echtes Geld. Der Kredit steht darunter separat als Lombardkredit.
- Der Liquiditätsradar lässt Lombard-Konten weg. Sonst meldet er dauerhaft „Engpass erwartet!“, nur weil ein Kredit läuft. Eine Tilgung vom Girokonto sieht er trotzdem, weil sie dort abgebucht wird.
- Im Vermögensstatus, auf den Vitals, in der App und auf der Bilanzseite erscheint der negative Saldo als Fremdkapital (
Margin-/Lombardkredite) statt als negative Liquidität. Das Eigenkapital ändert sich dadurch nicht. Aktiva und Fremdkapital steigen um denselben Betrag, deshalb sinkt die EK-Quote und steigt der Verschuldungsgrad auf den ehrlichen Wert. - Hat ein Lombard-Konto ein Guthaben, bleibt das ganz normal Liquidität.
Für den aktuellen Kontostand gilt eine strikte Trennung zwischen Ist und Zukunft: Auf /budget/ werden nur Buchungen bis zum heutigen Datum in den aktuellen Stand eingerechnet. Zukunftsbuchungen bleiben so lange außen vor, bis ihr Datum erreicht ist. Wird das Datum später auf heute oder in die Vergangenheit geändert, wirkt sich die Buchung sofort auf Kontostand und laufenden Monat aus. Der laufende Monat zeigt damit bewusst nur den tatsächlichen Stand bis heute und keine vorgezogenen Forecast-Werte.
4.7 Dividenden
(Anmeldung notwendig)
Für alle, die auf laufende Erträge setzen: Hier steht, was die Wertpapiere ausschütten.
4.7.1 Dashboard: Der Cashflow-Manager
Dieses Tool visualisiert die Erträge.
- Der Treppen-Effekt: Interaktive Balkendiagramme zeigen Monat für Monat und Jahr für Jahr, wie die Ausschüttungen wachsen.
- KPIs (Ø 12M): Der monatliche Durchschnitt basiert auf den letzten 12 Monaten.
- Hinweis zur Berechnung: easyPortfolio summiert alle Dividenden der letzten 12 Monate und teilt sie durch 12. Dies glättet saisonale Schwankungen (z.B. deutsche Aktien, die nur einmal im Jahr zahlen).
- Top Payer: Eine Rangliste zeigt, welche Aktien den größten Beitrag zum Einkommen leisten.
- Filter: Einzelne Depots lassen sich gezielt analysieren, ebenso die Dividenden eines bestimmten Owners (z.B. „Partner“).
Wichtig – Konsistenz zum Haushaltsbuch:
„Kapitalerträge“ im Haushaltsbuch (/budget/) sind nie kleiner als die Dividenden hier im Cockpit. Sie umfassen alle Einnahmen in Kategorien mit dem Flag „Ist Kapitalertrag“ (auch über Eltern und Großeltern vererbt) auf allen Konten, dazu Depot-Dividenden, die (noch) nicht im Haushaltsbuch gebucht sind. Die Kontoauswahl im Haushaltsbuch wirkt dabei nicht, weil Dividenden auf den Verrechnungskonten der Depots landen. Nur die Eigentümer-Auswahl zählt. Ø 12M rechnet wie hier: Summe der letzten 365 Tage ÷ 12. Die Differenz zum Cockpit sind Zinserträge.
4.7.2 Dividenden-Kalender: Der Blick in die Zukunft
Wann kommt das nächste Geld? Der Kalender gibt die Antwort.
- Planung & Prognose: Basierend auf Marktdaten zeigt easyPortfolio, welche Unternehmen in den nächsten Wochen voraussichtlich ausschütten.
- Eine Karte je Zahlung: Jede Ausschüttung ist eine eigene Karte. Oben stehen zuerst das Datum, danach Logo, gekürzter Name, Ticker/ISIN, Betrag und der Rechenweg („100 × 0,23 €“). Bei anstehenden Zahlungen stehen zusätzlich Ex-Tag und Zahltag unter der ersten Trennlinie. Ein Klick auf die Karte klappt die Details auf: Depot, Owner, Assetklasse, aktueller Wert, GuV, Renditen und die bisher erhaltene Gesamtsumme. So bleibt die Übersicht ruhig, ohne dass Informationen doppelt erscheinen.
- Karenzzeit: Als überfällig gilt eine Ausschüttung erst ab dem dritten Tag Verzug. Der Datenanbieter nennt den angekündigten Zahltag, viele Broker buchen ein bis zwei Tage später — ohne diese Schonfrist stünde jeden Morgen die Zahlung von gestern in der Rückstandsliste.
- Überfällig ausblenden: Manche Broker buchen später als der Datenanbieter meldet, und manche angekündigten Ausschüttungen fallen aus. Das durchgestrichene Auge auf einer überfälligen Karte nimmt den Eintrag aus der Rückstandsliste — nach einer Sicherheitsabfrage. Die Ausschüttung bleibt im Kalender sichtbar, sie zählt nur nicht mehr als offen.
- Erwartete Ausschüttungen aus der Historie: Der Datenanbieter kündigt nur etwa ein Quartal im Voraus an. Deshalb schreibt easyPortfolio die Zahler selbst fort: Aus dem erkannten Rhythmus (monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich) und dem bisherigen Betrag je Stück entstehen Termine für die nächsten zwölf Monate. Diese Karten haben eine gestrichelte farbige Kante und den Hinweis „Geschätzt aus der Zahlungshistorie“ — damit sie nie mit einer echten Ankündigung verwechselt werden. In der Kennzahl „Erwartet“ steht darunter, wie viel davon geschätzt ist.
- Was bewusst nicht geschätzt wird: Titel ohne erkennbaren Rhythmus bekommen keinen Eintrag — eine Lücke im Kalender ist ehrlicher als eine erfundene Zahlung. Ebenso Titel, deren letzte Zahlung deutlich überfällig ist: eine ausgesetzte Dividende soll nicht jahrelang als Phantomtermin weiterlaufen. Eine echte Ankündigung hat immer Vorrang vor der Schätzung, und eine bereits gebuchte Zahlung vor beiden — derselbe Termin erscheint also nie doppelt.
- Der Status steht am Rand: Jede Karte hat einen farbigen Streifen links — grün für bereits eingetragene Dividenden, cyan für anstehende, rot für überfällige. Überfällig heißt: Der Zahltag ist vorbei, aber die Zahlung ist noch nicht erfasst. Wie viele es gerade sind, steht oben in der Kennzahlen-Zeile.
- Jahre zum Aufklappen: Der Kalender zeigt alle Jahre als Blöcke. Das laufende Jahr ist offen, die anderen lassen sich bei Bedarf aufklappen — sie werden erst dann geladen. Dadurch ist die Seite auch bei tausenden Zahlungen schnell. Jeder Jahreskopf nennt sofort Anzahl und Summe, auch zugeklappt.
- Suche nach Wertpapier: Ganz links in der Filterleiste wird nach Name, Ticker oder ISIN gesucht — zum Beispiel „Altria“, „MO“ oder „US02209S1033″. Die Suche geht über die gesamte Historie, nicht nur über das, was gerade sichtbar ist; alle Jahre mit Treffern klappen automatisch auf, Jahre ohne verschwinden. Gesucht wird nur unter Wertpapieren, zu denen es eine Buchung gibt.
- Drei Darstellungen: Neben dem Steuerfeld lässt sich zwischen Karten, Monatsraster und Jahr umschalten. Karten ist die Detailansicht (neueste zuerst), Monatsraster der klassische Kalender, Jahr der Überblick über zwölf Monate. Die Wahl bleibt erhalten, auch wenn die Seite zwischendurch verlassen wird.
- Monatsraster: Ein echtes Monatsraster mit Kalenderwochen und den Spalten Montag bis Freitag. Es läuft chronologisch vorwärts — Januar oben, Woche für Woche nach unten. Zahlungen am Wochenende erscheinen am Freitag davor bzw. Montag danach; das Datum auf der Karte bleibt der echte Zahltag. Jede Tageszelle nennt oben Datum und Tagessumme; ab dem sechsten Eintrag klappt sie ein („N weitere Einträge“), die Summe zählt trotzdem alle Zahlungen. Der heutige Tag ist umrandet, und beim Öffnen springt die Ansicht direkt dorthin. Fällt heute auf ein Wochenende, springt sie an den zugehörigen Werktag.
- Karten im Raster sind kompakt: Weil die Tageszelle Datum und Tagessumme schon nennt, zeigt die Karte im Monatsraster nur Logo, Name und Betrag — Ticker, Originalwährung und die Art der Ausschüttung erscheinen beim Aufklappen. Dadurch passen deutlich mehr Wochen auf den Bildschirm. Zwei Ausnahmen bleiben sichtbar: „Überfällig“ steht auch zugeklappt da, weil nur dieser Fall ein Eingreifen verlangt. Und wenn ein Datum auf der Karte steht, heißt das immer: Die Zahlung gehört eigentlich auf einen anderen Tag — nämlich eine vom Wochenende vorgezogene Ausschüttung.
- Jahressicht: Zwölf Monatszellen je Jahr, aufgebaut wie die Tageszellen im Monatsraster — nur eine Ebene größer. Jede Zelle nennt oben Monat und Summe, darunter Anzahl der Zahlungen und einen zweigeteilten Balken (erhalten/erwartet), der den Monat am stärksten Monat desselben Jahres misst. So sind Saisonmuster auf einen Blick zu erkennen. Monate ohne Zahlung bleiben stehen, treten aber zurück: Eine Lücke im Jahr ist selbst eine Information.
- Die Monatszelle zeigt die größten fünf: In der Jahressicht stehen pro Monat die fünf höchsten Ausschüttungen, absteigend nach Betrag. Die Zahl oben im Kopf nennt trotzdem alle Zahlungen des Monats, und die Summe rechnet sie alle mit — bei einem Monat mit siebzig Zahlungen stehen dort also die wichtigsten, nicht alle. „N weitere Einträge“ zeigt den Rest, ohne die Seite zu verlassen.
- Auf dem Handy nutzbar: Die Karten stehen untereinander statt in einer breiten Tabelle. Die Darstellung folgt demselben Muster wie die Mobile-App.
- Filter: Genau wie das Dashboard lässt sich auch der Kalender nach Owner und Depot filtern. So ist gezielt zu sehen, wann Zahlungen für das „Kinder-Depot“ oder die „Holding“ anstehen.
- Jahresauswahl: Der Kalender öffnet sich immer im laufenden Jahr — das ist der Zeitraum, der in der Praxis gebraucht wird. Das Jahres-Feld in der Filterleiste springt zu einem früheren Jahr. „Alle Jahre“ zeigt eine Übersicht über die gesamte Historie: pro Jahr und Monat die Summen und die Anzahl der Zahlungen, und ein Klick führt in das jeweilige Jahr. Die Einzelzahlungen stehen bewusst nicht alle auf einer Seite — über alle Jahre zusammen sind das schnell mehrere tausend Einträge, die kein Browser sinnvoll darstellt.
- Historie: Alle bereits gezahlten Dividenden werden sauber dokumentiert. Über die Stift- und Papierkorb-Symbole im Detailbereich lassen sich vergangene Zahlungen direkt aus dem Kalender heraus bearbeiten oder löschen.
- Monatsüberblick: Jeder Monatskopf zeigt auf einen Blick die Anzahl der Zahlungen sowie klar beschriftete Summen („erhalten“ und „erwartet“). Über die Pfeile lassen sich einzelne Monate zuklappen.
- Kennzahlen-Zeile: Ganz oben stehen für den gewählten Zeitraum: Erhalten, Erwartet, Anzahl der Zahlungen und die Zahl der überfälligen Einträge.
- Erfassen („Coins“-Icon): Geht eine prognostizierte Dividende auf dem Konto ein, genügt ein Klick auf das blaue Münzen-Symbol neben dem Eintrag. Es öffnet sich ein Fenster, in dem alle Daten (Wertpapier, Depot) schon vorausgefüllt sind. Nur der Nettobetrag muss noch bestätigt werden. Aus der Prognose wird eine Buchung.
In der Mobile-App sehen die Karten genauso aus wie im Web: oben der Zahltag, darunter Logo, gekürzter Name und Betrag, dann Ticker und ISIN sowie die Art der Dividende. Auch dort zeigt eine farbige Kante links den Zustand, überfällige Zahlungen eingeschlossen.
Auch in der Mobile-App ist der Dividenden-Kalender gruppiert: Jahres- und Monatsblöcke zeigen ihre Summen und die Anzahl der Zahlungen, jede Zeile nennt Stückzahl und Betrag je Aktie, und die Übersichts-Box oben zeigt neben „Erhalten gesamt“ eine klar umrissene Prognose für die nächsten 30 Tage.
Auch die Wertpapieranalyse hat einen Dividenden-Tab. Direkt unter den Tabs stehen zwei kompakte Balkendiagramme: eines für angekündigte Dividenden und eines für bereits erhaltene Dividenden. So ist schneller zu erkennen, ob es gerade eher um künftige Ausschüttungen oder bereits verbuchte Zahlungen geht. Die Dividenden-Historie nennt zusätzlich die Stückzahl des gehaltenen Assets. Dadurch ist sofort nachvollziehbar, auf welchen Bestand sich eine Auszahlung bezieht.
Lesetipp: Warum Dividenden so attraktiv sind, erklärt der Artikel: Geld fürs Nichtstun
4.7.3 Lombardzinsen: Die andere Seite der Medaille
Wer mit Wertpapierkrediten (Margin) arbeitet, leiht sich Geld vom Broker, um mehr investieren zu können. Dafür fallen Lombardzinsen an – das sind die Kosten für diesen Kredit.
Was sind Lombardzinsen?
Lombardzinsen sind Zinsen, die an den Broker gezahlt werden, wenn ein Wertpapierkredit (auch „Margin“ oder „Lombardkredit“ genannt) genutzt wird. Dabei dienen die bestehenden Wertpapiere als Sicherheit. Die Zinsen werden typischerweise monatlich oder quartalsweise abgerechnet.
Warum ist das wichtig?
Lombardzinsen mindern die tatsächliche Rendite. Stehen beispielsweise 500 € Dividenden 100 € Lombardzinsen gegenüber, beträgt der echte Nettoertrag nur 400 €. easyPortfolio macht diese Rechnung transparent.
Wo werden Lombardzinsen erfasst?
- Die Seite Lombardzinsen öffnen (
/depots/lombard/, im Schnellzugriff unter Depots, oder „Verwalten“ im Dividenden-Cockpit) - Auf „Lombardzinsen hinzufügen“ klicken
- Das betroffene Depot wählen
- Das Datum eingeben
- Den Betrag als positive Zahl eingeben (z.B.
50.00) – easyPortfolio behandelt ihn automatisch als Ausgabe - Optional: Eine Notiz hinzufügen (z.B. „Q3 Zinsen“)
- Auf „Buchen“ klicken
Hinweis: Lombardzinsen sind immer Kosten. Ein Minus-Zeichen ist nicht nötig – das System weiß, dass es sich um eine Ausgabe handelt.
Wo werden Lombardzinsen angezeigt?
- Dividenden-Cockpit: Die KPIs zeigen sowohl Brutto- als auch Nettowerte (abzüglich Lombardzinsen)
- Seite Lombardzinsen: Je Konto eine Box mit dem Zinssatz p.a. der letzten Abrechnung (Zinsen ÷ Ø Sollsaldo seit der vorherigen Zinsbuchung, aufs Jahr hochgerechnet; Zeitraum und Rechnung im Info-i) und darunter alle bisher gezahlten Zinsen mit Ø je Buchung. Die Tabelle zeigt jede Zinsbuchung mit Depot, Owner, Konto und dem Kontosaldo nach der Buchung; Stift und Mülltonne bearbeiten bzw. löschen sie. Oben wird nach Owner und Depot gefiltert wie auf der Depot-Performance
Der Toggle „Abzüglich Lombardzinsen“
Im Dividenden-Cockpit liegt oben ein Schalter. Ist er aktiviert (Standard), werden alle angezeigten Werte um die Lombardzinsen bereinigt:
- Aktiviert: Angezeigt wird der echte Nettoertrag nach Zinskosten
- Deaktiviert: Angezeigt werden die Brutto-Dividenden ohne Abzug
Zusammenhang mit der Rendite:
- Persönliche Rendite: Zeigt, wie viel Prozent des investierten Kapitals bereits durch Dividenden (abzgl. Lombardzinsen) zurückgeflossen sind
- Prognose: Auch die 12-Monats-Prognose berücksichtigt die historischen Zinskosten
Warnung: Lombardkredite sind Hebelprodukte mit Risiken. Die Zinsen können erheblich sein und die Rendite auffressen. easyPortfolio macht diese Kosten transparent – aber es ist keine Anlageberatung.
4.8 Übersicht (Vermögensstatus)
(Anmeldung notwendig)
Vermögen besteht nicht nur aus Aktien. Hier fließt alles zusammen zur wichtigsten Kennzahl: dem Nettovermögen. Der Vermögensstatus ist eines der Hauptfeatures von easyPortfolio, denn er liefert das Gesamtbild.
4.8.1 Datenquellen: Automatisch & Manuell
Die Übersicht speist sich aus zwei Quellen:
- Automatisch: Sind bereits Depots (siehe 4.11) oder Bankkonten im Money Management (siehe 4.10 / 4.6) angelegt, werden diese Werte vollautomatisch in die Vermögensbilanz übernommen. Nichts muss doppelt gepflegt werden.
- Manuell: Alles andere wird hier direkt erfasst. Egal ob die eigene Immobilie, das Auto, Goldmünzen, teure Uhren, Firmenbeteiligungen oder Krypto-Wallets: Name, Kategorie und aktueller Schätzwert genügen.
- Die Zeitmaschine (Snapshot-Matrix): Unter „Snapshot Historie“ lässt sich jeder vergangene Tag ansehen.
- Automatische Snapshots: Werden jede Nacht erstellt und sind Read-Only (nicht veränderbar), um die historische Wahrheit der Datenbank zu bewahren.
- Manuelle Snapshots: Sie werden selbst angelegt, um vergangene Stände zu rekonstruieren (da die App keine historischen Kontostände speichert). Details wie Bankguthaben oder Depotwerte lassen sich hier nachträglich bearbeiten; das System berechnet daraufhin alle Summen automatisch neu („Bottom-Up“).
4.8.2 Die persönliche Vermögensbilanz
Nur eine Bilanz zeigt, wie groß das Vermögen (oder die Verschuldung) wirklich ist und wo die Risiken liegen. easyPortfolio stellt die Finanzen wie bei einem Unternehmen dar:
- Aktiva (Besitz): Die Summe aller Besitzwerte (Depots + Konten + Immobilien + Sonstiges).
- Passiva (Schulden): Hier stehen die Verbindlichkeiten (z.B. Immobilienkredit, BAföG-Schulden, Autokredit).
- Nettovermögen (Eigenkapital): Die entscheidende Zahl. Aktiva minus Passiva. Das ist das wahre Eigenkapital.
Wichtig: Eine saubere Bilanz schützt vor Selbsttäuschung. Sie zeigt, ob wirklich Vermögen aufgebaut wird oder ob die Immobilie eigentlich noch „der Bank gehört“. Zudem werden Klumpenrisiken sichtbar (z.B. „90% des Vermögens stecken in einer einzigen Wohnung“).
- Visualisierung: Der Zeitverlauf zeigt, wie sich das Nettovermögen entwickelt und wie sich die Struktur (z.B. Verhältnis Immobilien zu Aktien) verändert.
4.8.3 Die Vermögens-Analyse (Dashboard)
Der Status ist nur eine Momentaufnahme. Die Analyse-Seite (/wealth/dashboard/) zeigt die Vermögensentwicklung über die Zeit.
- Der Chart: Er zeigt die Entwicklung von Nettovermögen, Assets und Verbindlichkeiten. Dank der Indexierung lassen sich Trends vergleichen, selbst wenn die Beträge völlig unterschiedlich sind (z.B. „Wachsen die Aktien schneller, als der Kredit getilgt wird?“).
- Intelligente Indexierung: easyPortfolio normiert Startwerte auf 100. Das Besondere: Auch Schulden (negative Werte) werden logisch richtig dargestellt. Werden Schulden abgebaut (von -100k auf -50k), steigt die Kurve – denn das ist gut für das Vermögen.
- Eigenkapitalquote: Diese wichtige Kennzahl wird auf einer eigenen Achse (rechts) als gelbe Linie angezeigt. Sie sagt, wie viel Prozent des Gesamtbesitzes wirklich Eigentum sind (und nicht der Bank gehören). Eine Quote von 100% bedeutet: keine Schulden.
4.8.4 Datenkonsistenz beim Löschen
Häufig stellt sich die Frage: „Was passiert mit der Historie, wenn ein Depot oder ein Konto gelöscht wird?“
Da easyPortfolio die Vermögenswerte in täglichen Snapshots „festschreibt“, ist die Historie sehr robust, aber es gibt Nuancen zu beachten:
| Aktion | Effekt auf den Chart | Effekt auf die Snapshot-Matrix | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Depot / Konto löschen | Keine Auswirkung. Die historischen Summen in der Kurve bleiben erhalten. | Die spezifische Detail-Spalte verschwindet. Die Summe der übergeordneten Kategorie (z.B. „Banken“) bleibt jedoch korrekt. | Soll die Spalte in der Historie erhalten bleiben: den Betrag auf 0 setzen, statt das Objekt zu löschen. |
| Besitzer (Owner) löschen | Filterung unterbrochen. Da der Chart bei aktiver Filterung die Daten live berechnet, lässt sich die Kurve eines gelöschten Owners nicht mehr isoliert anzeigen. | Gleiches Problem: Der Owner taucht nicht mehr im Filter-Dropdown auf. | Niemals löschen! Den Owner stattdessen auf is_active = False (Inaktiv) setzen. So bleibt die Historie filterbar. |
| Wertpapier löschen | Keine Auswirkung. Historische Depotwerte sind als Euro-Beträge im Snapshot gesichert. | Keine Auswirkung. | Unbedenklich für die Vermögens-Historie. |
Zusammengefasst: easyPortfolio friert die Vermögenssummen jede Nacht ein. Durch das Löschen von Stammdaten geht lediglich die Möglichkeit verloren, in der Vergangenheit „ganz tief“ in die Details dieser gelöschten Objekte zu blicken.
4.9 Owner verwalten
(Anmeldung notwendig)
Das Herzstück für Familien und komplexe Strukturen.
- Identitäten schaffen: Hier werden Personen oder Instanzen angelegt (z.B. „Ich“, „Partner“, „Kind“, „Holding“).
- Zuordnung: Allen Assets (Depots, Konten, Immobilien) lässt sich später einer dieser Owner zuweisen. Das ermöglicht die Filter in allen anderen Tools.
4.10 Konten verwalten
(Anmeldung notwendig)
Die Bankverbindungen.
- Basis für das Money Management: Hier werden Girokonten, Tagesgeldkonten oder Kreditkarten angelegt.
- Startsalden: Legen fest, mit welchem Betrag das Konto in easyPortfolio startet.
4.11 Depots verwalten
(Anmeldung notwendig)
Hier entstehen die Hüllen für die Wertpapiere.
- Depot anlegen: Dem Depot einen Namen geben (z.B. „Trade Republic“, „ING“).
4.12 Mobile App
(API-Zugangsdaten notwendig)
easyPortfolio gibt es auch als native Smartphone-App (für Android und iOS). Die App ist nicht als Ersatz für die Web-Version gedacht, sondern als täglicher Begleiter.
- Der Fokus: Schneller Überblick über Nettovermögen, Dividenden-Kalender und die Tages-Performance der Depots.
- Zahlen vergrößern: Zwei Finger auseinanderziehen vergrößert die gesamte Ansicht bis zu dreifach. Im Lesemodus wird der Ausschnitt mit einem Finger verschoben. Finger zusammenziehen oder ein Tipp unten rechts auf 100 % führt zur normalen Bedienung zurück. Layout und Scrollposition bleiben erhalten; beim Drehen des Geräts wird der Zoom zurückgesetzt.
- Tools-Navigation: Der „Tools“-Tab bündelt alle Kernfunktionen. Von hier geht es direkt zur Assetanalyse, zur detaillierten Depot Performance, ins Money Management oder ins Dashboard („Übersicht“).
- Transaktionen erfassen: Käufe, Verkäufe und Dividenden lassen sich von unterwegs eintragen. In der Analyse-Ansicht eines Wertpapiers stehen dafür direkte „Quick-Actions“ zur Verfügung.
- Money Management mobil: Einnahmen und Ausgaben lassen sich auch direkt in der App erfassen. Die Quick-Actions auf der Startseite führen dafür in einen einfachen, mobilen Eingabe-Flow.
- Notizen & Details: Notizen zu Wertpapieren lassen sich auch mobil lesen und verfassen. Dazu kommen die wichtigsten Stammdaten (Marktkapitalisierung, Sektor).
- Sparplanrechner (KISS): Ein reduzierter, intuitiv zu bedienender Zinseszins-Rechner für schnelle Kalkulationen direkt auf dem Smartphone.
- Sicherheit & Verwaltung: Die App hat bewusst keinen Zugriff auf tiefgreifendes administratives Datenmanagement (wie das Löschen von Depots, Ownern oder Konten) oder den Portfolio-Manager. Komplexe Verwaltungsaufgaben gehören in die Web-Oberfläche. Die App ist das „Read & Quick-Add“-Tool.
- Offline-Fähigkeit: Wichtige Daten werden lokal gecacht, sodass auch ohne Netz ein Blick auf die Finanzen möglich ist.
4.12.1 Mobile Übersicht und Dividendenranking
Die mobile Übersicht zeigt die Bilanz wie eine kleine Vermögensrechnung: erst Aktiva, dann Passiva. Damit die Summen sauber zusammenpassen, steht Eigenkapital auf der Passiva-Seite als Ausgleichsposition. In der App werden größere Beträge kompakt dargestellt, zum Beispiel 123,45k oder 1,23m.
Im Dividendenbereich steht zusätzlich das Ranking aus der Web-App. Es zeigt, welche Positionen den größten Netto-Dividendenbeitrag liefern, inklusive Owner-/Depot-Kontext für aktive Positionen.
Das mobile Dividenden-Dashboard zeigt die wichtigsten Dividendenkennzahlen, Top-Zahler und einen umschaltbaren Verlauf pro Monat oder Jahr. Im Ranking steht unter der Dividendensumme zusätzlich die Anzahl der Ausschüttungen.
Im mobilen Money Management öffnet der Schnellzugriff Jahresvergleich den Vergleich des laufenden Jahres mit dem Vorjahr. Es lässt sich zwischen Ausgaben und Einnahmen wechseln sowie nach Ownern und Konten filtern. Zukunftsbuchungen zählen nicht zum laufenden Ist-Vergleich.
5. Benutzerkonto & Einstellungen
Das Benutzerkonto ist der Schlüssel zu easyPortfolio. Hier werden die persönlichen Daten verwaltet.
5.1 Mein Profil
Unter „Mein Konto“ steht eine Übersicht der Stammdaten:
- Benutzername: Der eindeutige Login-Name (nicht änderbar).
- E-Mail-Adresse: Dient dem Login und dem Zurücksetzen des Passworts. Sie lässt sich hier jederzeit aktualisieren.
- Name: Optional lassen sich Vor- und Nachname hinterlegen.
5.2 Sicherheit & Passwort
- Passwort ändern: Über den Link „Passwort ändern“ lässt sich jederzeit ein neues Kennwort vergeben.
- Passwort vergessen: Die „Passwort vergessen“-Funktion auf der Login-Seite sendet einen sicheren Link an die hinterlegte E-Mail-Adresse.
- Sicherheitstipp: Ein starkes Passwort wählen. Auch wenn easyPortfolio keine Zahlungsdaten speichert, sind Vermögensdaten sensibel und verdienen maximalen Schutz.
5.3 Status & Mitgliedschaft
Aktuell steht easyPortfolio allen Nutzern vollständig und kostenlos zur Verfügung. Es gibt derzeit keine Einschränkungen oder Bezahlschranken.
- Voller Zugriff: Alle Tools sind nutzbar, inklusive Depot-Verwaltung, Vermögensstatus und Money Management.
- Zukunft: Um die Weiterentwicklung und den Betrieb der Plattform langfristig zu sichern, könnte in Zukunft ein Modell zur Finanzierung eingeführt werden.
6. Hilfe & FAQ
6.1 Antworten auf häufige Fragen
„Sind die Daten sicher?“
Ja. easyPortfolio läuft auf deutschen Servern. Das Projekt teilt nichts und verkauft nichts. Die Daten gehören dem Nutzer.
„Lässt sich die Bank direkt anbinden (PSD2)?“
easyPortfolio setzt auf Unabhängigkeit. Automatische Bank-Schnittstellen sind oft fehleranfällig und datenschutzrechtlich komplex. Die Plattform setzt daher (aktuell noch) auf manuelle Pflege und Datei-Importe (siehe 4.6). Das gibt die maximale Kontrolle und führt dazu, sich aktiv mit den eigenen Finanzen zu beschäftigen.
„Was passiert, wenn das Passwort vergessen wurde?“
Kein Problem. Die „Passwort vergessen“-Funktion beim Login sendet einen Link zum Zurücksetzen an die hinterlegte E-Mail-Adresse.
6.2 Kleines Börsen-ABC
Die wichtigsten Begriffe in Kürze; ausführlich erklärt sie das Glossar.
- Benchmark: Ein Vergleichswert (z.B. der DAX), an dem die eigene Leistung gemessen wird.
- Drawdown: Der Verlust von einem Höchststand bis zum Tiefststand.
- Volatilität: Maß für die Schwankungsbreite (Risiko) eines Investments.
- TWR (Time-Weighted Return): Die „echte“ Performance der Strategie, unbeeinflusst von Einzahlungen.
- MWR (Money-Weighted Return): Der persönliche interne Zinsfuß – hier spielen Zeitpunkt und Höhe der Einzahlungen eine Rolle.
6.3 Fehlersituationen & Empty States
Eine ungewöhnliche Meldung oder ein leerer Bereich? Hier steht, was dahintersteckt und was hilft.
„Noch keine Kurse“ / „Preis fehlt“
Symptom: Das Wertpapier zeigt keinen aktuellen Kurs an. In der Tabelle steht „—“ oder „Preis fehlt“.
Ursache: Die Kursdaten werden nachts automatisch aktualisiert. Bei einem neu hinzugefügten Wertpapier kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis Kurse verfügbar sind. Auch bei exotischen Wertpapieren oder Handelsunterbrechungen können Daten fehlen.
Was tun:
- Bis zur nächsten Nacht warten – die Kurse werden automatisch nachgeladen.
- Prüfen, ob das Wertpapier an einer unterstützten Börse gelistet ist.
- Bei ETFs/Fonds: Manchmal fehlen Kurse am Wochenende – das ist normal.
„FX fehlt“ / Falsche Währungsumrechnung
Symptom: Die GuV zeigt unrealistische Werte, oder es erscheint ein Hinweis auf fehlende Wechselkurse.
Ursache: Für die Umrechnung von Fremdwährungen (USD, GBP, CHF etc.) nach EUR braucht easyPortfolio tagesaktuelle Wechselkurse. Diese werden täglich um 2:00 Uhr nachts aktualisiert.
Was tun:
- Bei neuen Währungen: Einen Tag auf die automatische Aktualisierung warten.
- Falls das Problem bestehen bleibt: Über das Kontaktformular melden.
„Keine Holdings“ / Leere Depot-Tabelle
Symptom: Die Performance-Seite zeigt keine Positionen, obwohl Transaktionen erfasst sind.
Ursache: Entweder sind alle Positionen verkauft (Bestand = 0), oder die Transaktionen sind einem anderen Depot/Owner zugeordnet.
Was tun:
- Oben den Depot-Filter prüfen – ist das richtige Depot ausgewählt?
- Den Owner-Filter prüfen – gehört das Depot zum richtigen Besitzer?
- In der Transaktionsliste (
/depots/transactions/) nachsehen, ob die Buchungen dort sichtbar sind.
Leerer Chart / „Keine Daten im Zeitraum“
Symptom: Der Chart zeigt eine leere Fläche oder nur einen Punkt.
Ursache: Der gewählte Zeitraum enthält keine Kursdaten, oder das Wertpapier wurde erst kürzlich aufgelegt.
Was tun:
- Einen kürzeren oder anderen Zeitraum wählen (z.B. „1 Jahr“ statt „Max“).
- Mit dem Slider unter dem Chart in den Bereich mit Daten zoomen.
„Owner erforderlich“ / Pflichtfeld-Fehler
Symptom: Beim Anlegen eines Depots oder Assets erscheint eine Fehlermeldung.
Ursache: Jedes Depot und Asset braucht einen Owner (Besitzer). Solange keiner angelegt ist, kann nichts gespeichert werden.
Was tun:
- Unter
/depots/owners/mindestens einen Owner anlegen (z.B. „Ich“). - Danach lässt sich das Depot oder Asset speichern.
Dividenden werden nicht angezeigt
Symptom: Dividenden sind erfasst, tauchen aber nicht im Dashboard auf.
Ursache: Dividenden müssen als Transaktionstyp „DIVIDEND“ erfasst sein. Wurden sie versehentlich als „SELL“ gebucht, erscheinen sie nicht im Dividenden-Dashboard.
Was tun:
- In der Transaktionsliste den Typ der Buchung prüfen.
- Die Transaktion bearbeiten und den Typ auf „DIVIDEND“ ändern.
„Bestand = 0“ trotz Käufen
Symptom: Die Position zeigt Bestand 0, obwohl Käufe eingetragen sind.
Ursache: Die Summe aus Käufen und Verkäufen ergibt Null (z.B. 50 Stück gekauft, 50 verkauft). Oder die Transaktionen sind unterschiedlichen Depots zugeordnet.
Was tun:
- In der Transaktionsliste alle Buchungen für dieses Wertpapier prüfen.
- Sicherstellen, dass Käufe und Verkäufe demselben Depot zugeordnet sind.
Immer noch Probleme? Die meisten Fehler lassen sich durch Prüfen der Filter (Owner, Depot, Zeitraum) lösen. Im Zweifel: einen frischen Browser-Tab öffnen und die Seite neu laden (Strg+Shift+R).
Wertpapier: Renditen seit dem ersten Kauf
Auf Analyse und Kurzübersicht stehen bei gehaltenen Titeln zwei Jahresrenditen:
CAGR misst die Gesamtrendite des Wertpapiers in EUR seit dem ersten Kauf
(inklusive rechnerisch reinvestierter Bruttodividenden). Pers. Rendite (XIRR)
berücksichtigt die tatsächlichen Kauf-/Verkaufszeitpunkte, Netto-Dividenden
mit Korrekturen und Kosten sowie den heutigen Positionswert. Die Info-Symbole
erklären die Berechnung. Fehlende Startkurse oder Wechselkurse führen zu einem
leeren Wert statt einer Ersatzrechnung. Beide Kennzahlen sind annualisiert;
kurze Zeiträume können entsprechend hohe Jahreswerte ergeben.
„Kurzübersicht“ rechts nach Notizen führt zur Security-Seite; der Link unter
dem Breadcrumb führt zur Analyse zurück. Die Kurzübersicht zeigt zwölf
Kacheln in drei Spalten, auf kleinen Bildschirmen zwei. Die Dividendenanzahl
zählt Buchungen einschließlich Stornos; die Summe berücksichtigt deren Vorzeichen.
Auf der Security-Kurzübersicht stehen Notizen und das deutsche Unternehmensprofil
als kompakte Vorschauen nebeneinander. Ein Klick auf den Text oder „Öffnen“ öffnet das
kleine Fenster mit dem vollständigen Inhalt. Notizen lassen sich dort
bearbeiten und speichern; „Abbrechen“ schließt das Fenster ohne Speicherung.